10 Jahre beim Essener Sportbund

Von der Sport- und Fitnesskauffrau zur Fachwirtin für Prävention und Gesundheitsförderung – Herzsportkoordinatorin Ricarda Geske startet beim ESPO durch! 2009 – Die Schule war beendet und was nun? Für mich stand fest, es sollte eine Ausbildung sein, die mit Menschen zu tun hat, in der ich Menschen helfen und in der ich organisieren kann, am liebsten kombiniert mit meinem größten Hobby: dem Sport. Bereits im Alter von 12 Jahren half ich den Trainern in meinem Turnverein bei Übungsstunden mit dem Nachwuchs. Mit 17 Jahren folgte der Übungsleiterschein und ich übernahm die Organisation und Betreuung der kompletten Geräteturn-Abteilung. Das Anleiten von Sportgruppen war somit möglich und bereitete mir viel Spaß.

Durch Recherche stieß ich auf den zu dieser Zeit recht neuen Ausbildungsberuf „Sport- und Fitnesskauffrau“. 3 Jahre Ausbildung im kaufmännischen Bereich, Trainerlizenz und Sportpraxis waren genau das Richtige. Die erste Anlaufstelle war natürlich der Stadtsportbund. Nach Einreichen der Bewerbung und einem Bewerbungsgespräch begann im Oktober 2009 das erste Jahr meiner Ausbildung im Rahmen eines Einstiegsqualifizierungsjahres. Eine Einstiegsqualifizierung (EQ) ist ein betriebliches Langzeitpraktikum von 6 bis 12 Monaten, das sich nach den Inhalten des ersten Ausbildungsjahres richtet, die Berufsschulbesuche mit inbegriffen.

Während meines ersten Ausbildungsjahres lernte ich unsere verschiedenen Sport- und Gesundheitszentren kennen und schnupperte in die Arbeit eines Fitnesstrainers. Ich unterstützte unter anderem bei der Organisation und Durchführung von Großveranstaltungen, bei der Planung und Gestaltung der Homepage und Printmedien und durfte über die BSA-Akademie eine Ernährungstrainer-B-Lizenz machen.

Nach Abschluss der EQ hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, den EQ-Vertrag in einen Ausbildungs-Vertrag umzuwandeln. Diese Chance bekam ich im Juli 2010 beim ESPO, nahm jedoch ein anderes Angebot wahr. Ich setzte meine Ausbildung im Center Parcs Hochsauerland fort und beendete sie dort im Jahr 2012. Familie, Verein und Freunde zogen mich nach Ende meiner Ausbildung wieder zurück in die Heimat, nach Essen. Ich bewarb mich erneut beim ESPO und wurde nach erfolgreichem Durchlaufen des Bewerbungsverfahrens im Herzsport eingestellt. Zu meinen Aufgaben zählen u.a. die Beratung, Aufnahme und Einteilung der Teilnehmer, Organisation von Übungsleitern und Ärzten, Durchführung von Rehasportgruppen sowie die Planung von Veranstaltungen.

Parallel startete im Jahr 2014 erneut ein langer aber spannender Ausbildungsweg: Ich erwarb meine Rehasport-Lizenzen in den Bereichen Herzsport, Diabetes, Orthopädie, Gefäße und Lunge und hatte zudem die große Chance an der BSA-Akademie meinen Fachwirt für Prävention- und Gesundheitsförderung zu machen. Diese nahm ich mit großer Freude an.

Die Fachwirt-Ausbildung beinhaltete 12 Einzelmodule, in denen man umfassende Kenntnisse in den Bereichen Gesundheit, Medizin, Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitspsychologie, Gesundheitssport, Ernährung und Entspannung erhält. Zudem werden betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und Kompetenzen aus den Bereichen Finanzen, Controlling, Marketing, Team- und Personalführung, Qualitätsmanagement sowie Verkauf und Dienstleistung geschult. Die Ausbildung setzt sich zusammen aus 41 Präsenztagen, 10 Klausuren, 3 Hausarbeiten sowie 3 mündlichen Prüfungen.

Nach rund vier Jahren, inkl. 1,5 Jahren Pause aufgrund von Schwangerschaft und Elternzeit, habe ich meinen Abschluss erworben und trage heute mit Stolz den Titel „Fachwirtin für Prävention und Gesundheitsförderung“. Ich bin überaus froh diesen Weg gegangen zu sein. Die umfassende Ausbildung hat mich sowohl in meiner Arbeit im Büro, in der Organisation und Verwaltung, im Umgang mit Teilnehmern von Sportgruppen aber auch in der Sportpraxis weit nach vorne gebracht. Ich habe viel dazu gelernt, gehe heute manche Dinge ganz anders an als früher und kann zudem neue Projekte und Aufgaben durchführen.
Danke ESPO!

Ricarda Geske

© Bild: ESBG

 

 

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