2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Bears ungeschlagener Herbstmeister

Mit siebtem Sieg in Folge bleiben die Hot Rolling Bears  in der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord (RBBL2N) weiterhin das Maß aller Dinge. Am letzten Spieltag der Hinrunde feierten die Essener einen überzeugenden 62:54 (18:8, 11:10, 17:16, 16:20) Auswärtserfolg bei den RBC Köln 99ers. Damit fahren die Bären den siebten Sieg im siebten Spiel ein und verabschieden sich als ungeschlagener Herbstmeister in die verdiente Winterpause. Bears-Coach Markus Pungercar musste einen Tag vor der Partie zunächst eine Hiobsbotschaft hinnehmen, da sich Playmaker Romario Biswane krankheitsbedingt abmeldete. Die mitgereisten Essener Fans waren nach der dürftigen Vorstellung im letzten Heimspiel gegen Hannover und dem jetzigen Ausfall von Biswane skeptisch und ahnten wahrlich keinen guten Jahresabschluss.
Die neu formierte Starting-Five mit Joel Schaake, Ilse Arts, Walter Vlaanderen, Steffen Rundholz und Oleg Kyrylenko tat sich auch zunächst schwer; die Kölner gingen rasch mit 4:0 in Führung. Die Bären reagierten mit einem 11:00 Lauf und zogen mit einer 18:8 Führung in das zweite Viertel. Die Folgezeit verlief ausgeglichen, doch die Bears kontrollierten Ball und Gegner und erspielten sich einen ansehnlichen 29:18 Erfolg zur Halbzeit. Der Schlendrian aus der letzten Begegnung war abgestellt; der nötige Biss und die Geschlossenheit des Tabellenführers waren endlich wieder deutlich auf dem Parkett zu sehen.

Nach dem Pausentee waren es dann die 99ers, die die ersten Akzente setzten und den Rückstand verkürzten. Doch die Kölner hatten nicht die niederländische Welt- und Europameisterin Ilse Arts auf dem Schirm, die eines ihrer besten Spiele im roten Trikot der Bären zeigte. Arts erzielte jetzt vier ihrer insgesamt zwölf Punkte und zog mit ihrem Team wieder auf elf Punkte davon; Schaake und Rundholz erhöhten den Vorsprung auf 42:28. Der Gastgeber kam noch einmal heran und konnte durch sechs Punkte in Folge den Abstand verringern. Doch die Bears zeigten keine Nerven und erhöhten den Vorsprung zum Viertelende auf 46:34.
Nachdem Bears-Center Walter Vlaanderen zu Beginn der abschließenden zehn Minuten auf 50:34 erhöhte, schien die Gegenwehr der Kölner gebrochen. Doch die Domstädter konnten den Rückstand nochmals verkürzen auf 40:50. Es folgte in der 38. Spielminute ein sehenswerter Drei-Punkte-Wurf von Kölns Topscorer Paul Jachmich zum 52:58 aus Sicht der 99ers. Die Bären wussten worauf es jetzt ankommt und gaben sich keine Blöße mehr; souverän brachten sie die Begegnung mit 62:54 nach Hause.
Trainer Pungercar war nach der Partie zufrieden: „Wir haben heute gezeigt, dass wir zurecht an der Tabellenspitze stehen. Wir konnten den

Ausfall von Romario Biswane kompensieren, da alle Spieler ihre Aufgaben erfüllt haben. Besonders gefreut hat mich, dass Ilse Arts mit 12 Punkten über sich hinausgewachsen ist und auch Oleg Kyrylenko endlich seine ersten Punkte erzielt hat. In den nächsten Wochen werden wir uns über die Herbstmeisterschaft freuen, doch schon Anfang Januar werden wir uns intensiv auf die Rückrunde vorbereiten, denn jetzt sind wir die Gejagten.”

Markus Grebert

© Bild: U. Klein

 

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