Aktionstag für geflüchtete Jugendliche

Der Fachbereich Schule der Stadt Essen organisiert vom 7.08. bis zum 25.08.2017 ein Freizeit- und Sprachförderprogramm für junge Geflüchtete der Essener Berufskollegs. Im Rahmen dieses Sommerferienprogramms fand am Freitag, 11.08.2017, ein Workshop-Tag statt.  Neben parallel laufenden Workshops zu Themen wie Graffiti, Hip-Hop oder Capoeira hat der Essener Sportbund e.V. den knapp 90 zugewanderten Jugendlichen ein attraktives Sportangebot bereitgestellt. Gegen 9:30 Uhr fanden sich die Jugendlichen im Integrationszentrum aller Essener Berufskollegs in der Adelkampstraße ein. Zuvor konnte sich jeder Jugendliche für drei von insgesamt sieben Workshopangeboten entscheiden.

Der Essener Sportbund e.V. hat mit der Trendsportart Pakour als ersten Teil des Sportprogramms eine Sportart angeboten, die besonders bei den Jugendlichen für große Begeisterung sorgte. Neben der Förderung von motorischen Fähigkeiten konnten die Teilnehmer hier vollen Einsatz zeigen und ihrer Kreativität zur Überwindung verschiedener Stationen freien Lauf lassen. Die gut ausgestattete Turnhalle wurde im Pakour-Workshop zu einer wahren Hindernislandschaft umfunktioniert. Die sonst üblichen Freilufthindernisse wie Bänke, Geländer und Mauern wichen nun Reck, Seilen, Barren und Co.. Nach einer kurzen Vorstellungs- und Erwärmungsrunde ging es für die Jugendlichen auch direkt in den Pakour hinein. Jeder Teilnehmer konnte hierbei selbst bestimmen, in welchem Tempo er diese überwinden mochte. „Pakour, ist eine Sportart für Jedermann“, so beschreibt Übungsleiter Miguel seinen Sport. Ob Junge oder Mädchen, am Ende des Tages konnten alle für sich ihre ganz eigenen Erfolgserlebnisse sammeln.

In einer zweiten Workshop-Phase haben sich die zugewanderten Jugendlichen in der Sportart Flag Football ausprobiert. Die körperlose Variante des klassischen American Football erforderte vor allem kooperative und kommunikative Fähigkeiten. In 5er Teams ging es darum sich anstelle des üblichen „Tackelns“ sein eigenes Leibchen, der sogenannten Flag, bestmöglich zu schützen. Der Teamgedanke stand hier im Vordergrund, nur so war es den Teilnehmern möglich, in vier Versuchen von der Angriffslinie Punkte zu erzielen.

Herr Marcondes vom Fachbereich Schule der Stadt Essen hatte ein einfaches, wortloses Indiz, für einen rundum gelungenen Tag für die geflüchteten Teilnehmer: „Es war den Jugendlichen leicht anzusehen, dass die Workshops sehr gut angenommen wurden“.

Nils Grunau

 

Bild: © Fachbereich Schule der Stadt Essen

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