„Amrop Ruhr-Achter“ holt sich die Tabellenführung zurück

Hochspannung und Gänsehaut-Atmosphäre vor 25.000 Zuschauern unter Flutlicht beim „PLANAT-Renntag“ der Ruder-Bundesliga! Sie haben es tatsächlich geschafft! Der „Amrop Ruhr-Achter“ der Kettwiger Rudergesellschaft hat das mit Hochspannung erwartete Finale in Leipzig gegen die „HavelQueens“ aus Berlin/Potsdam gewonnen und damit wieder die Tabellenführung in der Ruder-Bundesliga übernommen. Rund 25.000 Zuschauer waren über den Tag zum Leipziger Wasserfest gekommen und hatten den „PLANAT Renntag“ mitverfolgt. Zu den Finalentscheidungen lautete das Motto: „Licht aus – Spot an!“ Die 14 Flutlichtmasten und die zigtausend Zuschauer entlang der Strecke sorgten für eine Gänsehaut-Atmosphäre. Punktgleich mit den Berlinerinnen fahren die Kettwigerinnen in knapp drei Wochen zum „SPARDA Bank Renntag“ auf den Aasee nach Münster, wo die Entscheidung um den Liga-Champion 2019 fallen wird.

Dabei begann der Renntag zunächst nicht nach Plan. Im Zeitfahren am Mittag musste man sich dem „HavelQueen Achter“ aus Berlin/Potsdam mit fast einer Sekunde Rückstand klar geschlagen geben. Auch der „Göing-Achter“ aus Hannover war noch 26 Hundertstel schneller. Somit ging der „Amrop Ruhr-Achter“ als drittschnellstes Boot in die Zwischenrunde, was die Damen um Team-Captain Hanna Müller aber nicht sonderlich aus der Ruhe brachte.

Bereits im Vorfeld hatte das Team besprochen, dass man im Viertel- und Halbfinale die Stammschlagfrau Julia Barz etwas schonen wollte und Svenja Meintrup das Vertrauen auf der Schlagposition schenkte. Die erst 19 Jährige machte ihre Sache hervorragend. Beide Rennen wurden in Laufbestzeit gegen Bremen und Hannover souverän gewonnen. Da Julia Barz auch dem Mittelschiff mehr Stabilität gab, entschloss man sich kurzerhand auch im Finale so anzutreten. Dieser Überraschungseffekt zeigte beim Gegner aus der Bundeshauptstadt Wirkung. Mit einem Blitzstart schoben die Kettwigerinnen die Bugspitze direkt in Führung. Mit enorm hoher Schlagzahl konnte der Vorsprung diesmal sogar bis ins Ziel noch ausgebaut werden. 85 Hundertsteln vor dem Berliner Boot ertönte unter den Augen der KRG Vorsitzenden Sybille Meier und dem Ehrenvorsitzenden Manfred Scherrer die erlösende Zielhupe für das Kettwiger Boot. Der Renntagsieg war perfekt!

Mit 30 Punkten reisen der „Amrop Achter“ aus Kettwig und die „HavelQueens“ aus Berlin/Potsdam nun punktgleich zum fünften und letzten Renntag der Saison nach Münster. Am Samstag, den 7. September wird der Aasee beim „SPARDA Bank“ Renntag kochen. Die Vizemeisterschaft ist den Kettwigerinnen nicht mehr zu nehmen. Eine Hand haben sie aber schon am großen Pokal und den würden sie gerne mit zur Kettwiger Rudergesellschaft in den Ruhrbogen bringen.

Boris Orlowski

© Bild: Alex Pischke/Ruder-Bundesliga 

 

 

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