Bears können auswärts nicht gewinnen – 54:71 Niederlage in Hamburg

In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga können die Hot Rolling Bears auswärts einfach nicht gewinnen. Vom Tabellennachbarn BG Baskets Hamburg (HSV) kommen die Essener wieder mit leeren Händen zurück. Das Team von Spielertrainer Markus Pungercar unterlag mit 54:71 (8:17, 13:18, 13:22, 20:14).

Waren die Bears nach dem letzten Heimsieg gegen ALBA Berlin (wie berichtet) noch zuversichtlich nach Hamburg gereist, so wurden sie schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen. Dabei begann die Partie recht vielversprechend. Center Manuel Onken erzielte die beiden ersten Körbe zum 4:0. Doch dann hatte Hamburg einen Lauf und ging mit 12:4 in Führung. Die Bears konnten den Vorsprung der Hanseaten etwas verkürzen und gingen mit 8:17 in das zweite Viertel.

In diesem Abschnitt begann wieder die Auswärtsschwäche der Bären. Gut vorgetragene Angriffe konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Der gegnerische Korb war wie vernagelt. Einfache Körbe gingen nicht rein. In dieser Phase spielten die Gastgeber routiniert ihr Spiel runter, erzielten Korb um Korb und gingen mit einem beruhigenden Vorsprung von 35:21 in die zweite Halbzeit.

In der Pause gab Pungercar die Devise aus „Körbe machen, auf 7 Punkte verkürzen und damit ins letzte Viertel gehen“. Dazu stellte er das Team um. Er nahm Center Onken aus dem Spiel und brachte neben Kapitän Hillmann Playmacker Biswane und Flügelspieler Ahmet Boztepe. Die Taktik schien aufzugehen. Der HSV kam zunächst nicht mit der neuen Aufstellung der Bears zurecht und kassierte gleich zwei Körbe infolge. Die zahlreich mitgereisten Fans witterten Hoffnung und feuerten ihr Team frenetisch an.

Doch Hamburgs Coach Bernd Eickemeyer stellte sein Team schnell auf die neue Situation ein. Die Taktik von Pungercar ging nicht auf. Der HSV zog weiter davon. Dabei profitierten die Gastgeber von der Schussschwäche der Bears und von der Spielstärke ihres Topscorers Dirk Thalheim, der allein 30 Punkte erzielte.

Im letzten Viertel war es Mannschaftskapitän Jens Hillmann, der sein Team noch einmal antrieb. Er selbst erzielte insgesamt 13 Punkte, alle fast im letzten Spielabschnitt. Der ging zwar mit 20:14 an die Bears; die deutliche Niederlage von 54:72 konnte jedoch nicht verhindert werden.

„Natürlich haben die Hamburger gut gespielt. Aber bei uns war es wie verhext; die einfachsten Dinger haben wir nicht reingemacht“, so Pungercar enttäuscht unmittelbar nach dem Spiel.

Die Punkte erzielten: Pungercar (15), Onken (14), Hillmann (13), Biswane (7), Dogan (5), Maul, Karpa, Schmitz, Sayili, Kyrylenko, Boztepe

Nun beginnt die leider viel zu lange Winterpause. Die Rückrunde beginnt für die Bears erst am 28.01.2017 mit dem Auswärtsspiel gegen die Paderborner Ahorn Panther. Gut einen Monat haben die Bären nun Zeit sich auf dieses erste wichtige Spiel im Kampf um den Abstieg vorzubereiten.

Rainer Grebert

 

Bild: © HRB (Bears am Boden? Mannschaftskapitän Jens Hillmann konnte trotz guter Leistungen die Niederlage gegen Hamburg nicht verhindern.)

 

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