Bei den Essener Kunstturnern ist der Knoten geplatzt

Ein echter Abstiegskrimi bahnt sich in der 3. Bundesliga Nord der Kunstturner an. Nachdem nun auch bei der bisher sieglosen KTV Ruhr-West der Knoten geplatzt ist, sind vier Mannschaften am Tabellenende gleichauf. Mit einem weiteren Erfolg am 6. Dezember in der Halle an der Haedenkampstraße gegen den Tabellennachbarn TSG Sulzbach wollen die Essener den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen.

Die Erleichterung war der Athleten der Kunstturnvereinigung deutlich anzusehen, als der 42:31-Erfolg bei der TSG Isselhorst-Leopoldshöhe feststand. Nahezu in Bestbesetzung und verstärkt durch den ungarischen Nationalturner Bence Talas, hielten die Gäste dem Druck stand und gewannen vier Geräte.

Am Boden gab es den ersten Paukenschlag: Statt wie in den vorangegangenen Begegnungen Punkte abzugeben, entschieden die Essener das erste Gerät mit 10:0 für sich. Darauf folgte bis zum Barren jedoch ein sprichwörtliches Wechselbad der Gefühle. Ständig wechselnde Führungen zehrten an den Nerven der Teams, so dass es zu kleineren Unsicherheiten auf beiden Seiten kam.

Bence Talas eroberte mit seiner Barrenübung als vorletzter Turner des Geräts die Führung für die Gäste zurück, die am Reck dann eindrucksvoll verteidigt wurde. Roman Janetzko legte direkt extrem wichtige fünf Scorepunkte vor und brachte damit Tobias Renwanz in eine gute Ausgangsposition. Dieser stellte sich der Herausforderung, gegen den lettischen Nationalturner Sergej Poznakovs anzutreten, und zeigte im vielleicht wichtigsten Wettkampf der Saison eine Kür mit allen Höchstschwierigkeiten. Bence Talas machte schließlich mit einer Weltklasseübung den Sack zu. Am Ende war es die Mischung aus routinierten, sicheren Übungen und der Extraklasse einzelner Turner, die der KTV an der Niedersächsischen Grenze den Befreiungsschlag ermöglichte.

Bild: © KTV Ruhr-West

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