Bewegungslust statt Bewegungsfrust – Kinder und Jugendliche bleiben sportlich und motorisch fit in Essener Sportvereinen!

Landesweit schlagen die Kinder- und Jugendärzte Alarm – die sportliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen nimmt rapide ab: Sind im Alter von 6-10 Jahren noch 64,6% der Jungen und Mädchen in Deutschland aktives Mitglied in einem Sportverein, reduziert sich die Mitgliederquote bei den 14-17jährigen laut Motorik-Modul-Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf 50,5%.

Stichwort Schulwechsel: Bereits mit dem neuen Schulweg beginnt häufig der 1. Schritt in einen inaktiven Lebensstil – aus dem Fußweg der ersten vier Schuljahre wird häufig ein Auto- oder Bustransportweg für die kommende Verweildauer auf der weiterführenden Schule. Zudem nimmt die körperliche Alltagsaktivität, wie z.B. das Draußen-mit-Freunden-Spielen ebenfalls ab dem 10. Lebensjahr ab.

Positiv ist, dass diejenigen Teenies, die im Sportverein bleiben, häufig den Umfang und die Intensität ihrer sportlichen Aktivität steigern. Das wiederum hat positiven Einfluss auf die motorische Leistungsfähigkeit in den Bereichen Ausdauer-, Kraftausdauer- und Schnellkraftentwicklung im Körper der Heranwachsenden. Auch positive Effekte hinsichtlich einer langfristigen Gesundheitswirkung von motorischer Leistungsfähigkeit und sportlicher Aktivität stehen im Focus der Wissenschaft.

Die Essener Sportlandschaft ist indes hervorragend aufgestellt – Kinder und Teens finden in über 40 Sportarten im Verein ein sportliches Zuhause. Mancher Großverein bietet sogar mehrere Sportarten für diese Zielgruppe an. So zeigt sich im Essener Norden der TUS 84/10 mit eigenen Sport- und Gesundheitszentrum (SGZ) unter der technischen Leitung von Gudrun Schakau-Folgner von seiner kindersportfreundlichen Seite. Die sympathische Essenerin, selber aktive Trainerin in der Leichtathletik, hält in 7 Sparten und im SGZ zahlreiche Angebote für Kids, Teens und deren Familien bereit. Am 02.07.16 gibt es ein großes Sommerfest unter dem Motto „TUS sportlich,“ auf dem zahlreiche Aktivitäten des Vereins und des SGZ aktiv erschnuppert werden und das „Bärenstarke Sportabzeichen“ für Kinder erworben werden kann.

Der Fußballverein SV Teutonia Überruhr 1920 e.V. bietet Fußball für Kinder mit und ohne Handicap bei Trainer Mirko Börner an. Der engagierte Fußballer freut sich auf seine Fußball-Kids und ist besonders stolz auf den neuen Kunstrasenplatz: „So können wir auch den Kindern, die mit Rolli zum Training kommen, eine optimale Spielfläche bieten!“

Auch bei Trainerin Birgit Carsten und ihren Teamkollegen vom  Judo-Club Essen-Steele (siehe Bild) können alle Kinder diese abwechslungsreiche Sportart ausüben. „Kinder mit Handicap werden bei uns in bestehende Gruppen integriert und nehmen so im Rahmen ihrer Voraussetzungen aktiv am Judo-Training teil“, erläutert die schwungvolle Trainerin das Konzept. Ein Konzept, das aufgeht: Wie alle bereits genannten Vereine, ist auch der Judo-Club Essen-Steele  Partner im ESPO-Kooperationsprojekt mit dem städtischen Gesundheitsamt „Fit mit Spaß!“.

In dem Projekt können Kinder bereits im Vorschulalter die zahlreichen Angebote der Essener Vereine im ganzen Stadtgebiet kostenlos und unverbindlich bis zu 3x testen. „So wird es den Kindern leicht gemacht, sich einmal sportlich auszuprobieren“, erläutert Dr. Kirsten Dembinski, Initiatorin des Sportprojektes und Ärztin beim Essener Gesundheitsamt das Projekt. “ Über 20 Sportarten können als Mitmachangebot einfach und unkompliziert mit konkreten Angaben zu Trainingszeit und Sportstätte getestet werden! – Für die Kinder und ihre Familien eine schöne Sache, die Lust auf mehr Bewegung macht“, kommentiert Dr.Kirsten Dembinski, die selber aus der Leichtathletik kommt, ihr Vorgehen.

„Wer einmal sportlich aktiv geworden ist und die Fröhlichkeit, den Teamgeist und auch die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers gespürt hat, weiß die positiven Effekte von Bewegung zu schätzen und bleibt häufig bis ins hohe Alter sportlich am Ball“, ergänzt Petra Fischer, Leiterin der Abteilung Sportarbeit beim ESPO. Und so gilt für die Essener Jugend tatsächlich „Bewegungslust statt Bewegungsfrust“.

Nina Altenhoff-Zabel

Bild: © Nina Altenhoff-Zabel

 

 

 

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