Bewegungsmangel bei Schulkindern schon in der Einschulungsphase vorbeugen

Mit dem Sportpass für Essener Schulanfänger starten bereits die Kleinsten durch und sind „Fit mit Spaß!“

Die aktuell häufig thematisierten Defizite bei Kindern in den Bereichen Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination werden in Zusammenhang mit allgemeinem Bewegungsmangel schon bei den Jüngsten gesehen. Um Diesem vorzubeugen hat die engagierte Kinder- und Jugendärztin Dr. Kirsten Dembinski, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen vom Essener Gesundheitsamt die Essener Schulanfänger in der Schuleingangsuntersuchung kennenlernt, ein sportliches Kooperationsprojekt mit dem Essener Sportbund e.V. initiiert:

Seit November 2015 können die Essener Schulanfänger deshalb in über 20 Sportvereinen 17 verschiedene Sportarten im Essener Stadtgebiet kennenlernen und dabei beweglich und fit werden, Laufen, Springen, Bälle werfen und schießen, gemeinsam mit anderen Kindern in den Sportvereinen etwas erleben und eine Mannschaft bilden. Das erhöht neben der sportlichen Komponente die soziale Kompetenz und hilft bei so mancher Herausforderung im heutzutage langen Schulalltag.

Dass Kirsten Dembinski mit ihrer sympathischen Art Eltern und Kinder in ihrer Sprechstunde gleichermaßen für die positiven Effekte des Sports begeistern kann, ist auch auf ihre eigene Sportbiografie als Leichtathletik-Sportlerin zurückzuführen. Da sie selber Wettkämpfe bestritten und eigene Gruppen angeleitet hat, kennt sie die Sportwelt quasi von der Pike auf.

„Meine Kolleginnen und ich sind durch die Broschüren des ESPO  gut für die Beratung aufgestellt“, führt Kirsten Dembinski bei einem Ortstermin mit einem Kooperationsverein des Projekts an. „Durch die Platzierung der Angebote nach Stadtteilen und Sportarten können wir die Kinder und ihre Eltern passgenau in die für sie interessante Sportart vor Ort vermitteln.“ Deshalb hat der ESPO direkt die konkreten Trainingsangebote mit Wochentag, Uhrzeit und Ansprechpartnern in den Flyern platziert. „Die Kinder erhalten die Broschüren als Sportpass, in den während der Beratung durch meine Kolleginnen und mich der Name des Kindes eingetragen wird“ erläutert Kirsten Dembinski. „Mit diesem persönlichen Sportpass können die Kinder dann direkt ohne telefonische Voranmeldung zum Training ihrer Wahl gehen und mitmachen. So ist der Einstieg für die Kinder einfach, direkt und unkompliziert und erleichtert den Familien die Zugangswege“ erklärt Kirsten Dembinski das Verfahren. „Vor Ort bei den Vereinen sind die Kinder herzlich eingeladen, bis zu 3x kostenlos ein Schnuppertraining auszuprobieren.“

Das hier die Auswahl groß ist, wird die Kinder freuen: Vom (Abenteuer)-Turnen, über Hand-, Fuß- und Basketballangebote, Leichtathletik, Tischtennis und Trampolin-Springen, Schwimm-Angebote bis hin zu den Budo-Sportarten wie Teakwondo, Judo und Jiu-Jitzu – die Essener Sportvereine zeigen mit ihrem Engagement und ihrer Angebotsvielfalt, wie zielorientiert sie als Sportprofis dem drohenden Bewegungsmangel bei Essener (Schul)kindern mit Kompetenz und Spaß begegnen können.

Generell halten die Essener Sportvereine ein attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche und deren Familien in zahlreichen Sportarten bereit. Wer sich informieren möchte oder Kontakt zu den Sportvereinen sucht, der wird im Sportportal des ESPO sicher fündig. Auf der Internetseite https://suchmaschine.essener-sportbund.de/index.php sind die Angebote der Vereine mit Vereinsadresse, Wochentag, Uhrzeit und googlemaps-Karte eingestellt und werden von den Vereinen selbständig aktualisiert.

Nina Altenhoff-Zabel

 

Bild: © Bilddatenbank LSB NRW – Fotografin: Andrea Bowinkelmann

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