Dennis John (TC Kray ) läuft seinen 100. Marathon

In diesem Jahr fand der Lauf in der Lützow Kaserne in Münster statt. Als Teilnehmer oder Zuschauer hatte man nur Zutritt zum Kasernengelände, wenn man sich im Vorfeld auf einer Liste hatte eintragen lassen. Wer das nicht getan hatte, durfte den Startern von draußen durch den Zaun winken. Auf dem Gelände war dann eine recht anspruchsvolle 2,5 Kilometer-Runde hergerichtet worden. Besonders ein gemulchtes Streckenstück mit vielen Maulwurfhügeln machte den Teilnehmern zu schaffen. Hier war bei Überrundungen höchste Konzentration angesagt. Der Rest der Strecke war überwiegend asphaltiert und gut zu Laufen. Der Verpflegungsstand war gut bestückt und ließ keine Wünsche offen. Besonders lobenswert war, dass jeder Starter einen eigenen Becher mit seiner Startnummer bereitgestellt bekam. So fiel kaum Müll an.

Am Samstagmorgen um 10 Uhr gingen dann 293 Athleten an den Start. Das war ein Rekord für Veranstaltungen dieser Art. Mit fünf Grad und bewölktem Himmel war es zuerst ideal für eine Laufveranstaltung. Am Nachmittag kam dann leider der Regen. Es wurde gleich kälter und die Feuchtigkeit zog den Teilnehmern in die Klamotten. Glücklicherweise war der Verpflegungsstand überdacht und bot ein wenig Schutz gegen das miese Wetter. Um 16.00 Uhr ertönte dann die Schlussirene und Teilnehmer hatten es überstanden.

Anschließend gab es im Offizierskasino noch eine heisse Gulaschsuppe für die durchgefrorenen Teilnehmer. Jetzt wurde auf die Siegerehrung gewartet. Über eine Stunde später als geplant fand sie dann doch noch statt. Da waren leider schon viele Läufer auf dem Weg nach Hause.
Für die jeweils ersten drei Frauen und Männer gab es aber trotzdem noch viel Beifall . Nach der inoffiziellen Liste gewann bei den Frauen Ricarda Bethke mit 70,7 Kilometern. Bei den Männern hatte Jan Hendrik Hans mit 78,7 Kilometern die Nase vorn.

Dennis John hatte sich diesen besonderen Lauf ausgesucht, um seinen 100. Marathon zu laufen. Nach etwa 3:45 Stunden war das dann abgehakt. Aber Dennis wäre nicht Dennis, wenn er nicht noch mehr wollte. Er gab weiter Gas und kam am Ende auf knapp 66 Kilometer und wurde damit Zweiter der M30. Einen weiteren Glanzpunkt setzte Rafael Rodriguez Baena. Er lief mit tollen 75 Kilometern trotz unplanmäßigem Schuhwechsel sensationell auf den 3. Gesamtrang und auf Platz 2 der M45. Aber heute gab es für den TC Kray noch viel mehr zu Feiern. Birgit Jahn lief zum ersten Mal einen Ultramarathon. Mit tollen 50 Kilometern und Platz 4 in der W40 hatte sie vorher wohl nicht gerechnet. Sie bildete wieder mit der erfahrenen Svenja John ein gutes Team. So kam Svenja bei ihrem 85. Marathon ebenfalls auf sehr gute 50 Kilometer und holte sich auch noch den Sieg in der WHK. 50 Kilometer hatte am Ende auch Peter Jamsek auf seiner Uhr stehen. Nach Verletzungsproblemen in der Vorbereitung bekam er gegen Ende des Laufs wieder Probleme. Aber er machte die 50 voll und ging dann glücklich als 13. der M55 duschen. Auch für Ralf Schuster lief es ziemlich gut. Er bildete wieder mit Dennis ein Gespann. So lief auch er, immer wieder angetrieben von Dennis, die etwa 66 Kilometer, was für ihn Bestleistung für einen Sechsstundenlauf und Rang 5 in der M50 war.

Quelle: Ralf Schuster

Bild: © Wolfgang Steeg

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