DMS-J-Finale und 1. Bundesliga im Sportbad „Thurmfeld“

Die Startgemeinschaft Essen sportlich und organisatorisch meisterlich

Innerhalb von nur einer Woche fanden im Sportbad „Thurmfeld“ nach dem DSV-Finale im Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen der Jugend (DMS-J) mit dem Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen „1. Bundesliga“ das zweite große Schwimmereignis statt. Der stark erkältete Leiter der Startgemeinschaft Essen, Bernhard Gemlau, hat mit seinem Team nach dem DMS—J-Finale mit der 1. Bundesliga erneut eine tolle Veranstaltung für die Vereine und für die schwimmsportbegeisterten Zuschauer organisiert.

Auch sportlich lief es für den Gastgeber ordentlich. Der Nachwuchs der SGE  holt beim DMS-J-Finale am 26. und 27. Januar 2019 einmal Gold und zweimal Silber. Die weibliche C-Jugend mit Hannah Weiand, Julia Walter, Julianna Dora Bocska, Fiona Wilmes, Dina Kadic und Maxi Piontek hatte sich als zweitschnellstes Team für das DSV-Finale im DMSJ qualifiziert, siegte aber souverän in 22:29,65 Minuten vor den Mannschaften SG Neukölln (22:45,32) und SG Dortmund (22:47,79).
Zu den Favoriten zählte auch die weibliche A-Jugend der Essener, die an Nummer eins gemeldet war. Pech, dass Sophia Beckers erkrankte, was Miki van Loock, Paula Schneider, Sarah Vidic, Johanna Köther und Natalie Graw bei allem Kampfgeist nicht kompensieren konnten. Nach vier Staffelwettbewerben lag die SG Bayer nur knapp zwei Sekunden vor der SGE, die 4x100m-Lagen mussten also die Entscheidung bringen. Startschwimmerin Miki van Loock schwamm fünf Sekunden Vorsprung heraus. Das hätte gereicht. Doch die SG Bayer konterte und holte sich den Titel in 22:17,57 Minuten vor der SGE (22:19, 98).

Die männliche B-Jugend der Gastgeber mit Timo Ewert, Fynn Redemann, Leon Schmidt, Benjamin Atmar, Taiyo van Loock und Tom Kidacki zeigte ebenfalls gute Einzelleistungen, musste sich am Ende aber den bärenstarken Potsdamern geschlagen geben und wurden Deutscher Vizemeister.

In der 1. Bundesliga (02./03. Feb. 2019) waren die Erwartungen wegen der personellen Probleme allerdings eher gedämpft. Die Damen der SG Essen kämpfen bis zum letzten Rennen mit den Berlinerinnen (Neukölln) um den Bronze-Rang. Am Ende fehlten den Gastgeberinnen 58 Punkte zum Edelmetall. Bei einer Endsumme von 26.498 Punkten für Neukölln zu 26.440 für Essen war das nur ein hauchdünner Rückstand. Die Herren der SG Essen schwammen auf einen respektablen sechsten Rang. Wie im Vorjahr stellt der SV Würzburg beide Meister.

„Beide Teams haben sich toll geschlagen, mehr war angesichts der Ausfälle nicht drin“, zog Nicole Endruschat, Cheftrainerin am Bundesstützpunkt in Rüttenscheid, eine positive Bilanz. „Wir haben einige sehr starke Leistungen gesehen“, lobte die Chefin und hob Lisa Höpink, Poul Zellmann und Max Pilger hervor. Höpink (100 m Schmetterling) und Zellmann (400 m Freistil) zählen jeweils zu den Top Ten der Punktbesten.
„Als Mannschaft haben wir aber ebenfalls ein tolles, geschlossenes Bild abgegeben. Ich freue mich sehr, dass es eine schöne Tradition und fast schon selbstverständlich geworden ist, dass am zweiten, entscheidenden Wettkampftag alle Trainingsgruppen von uns das Team anfeuern“, sagt Nicole Endruschat. Und ehemalige Asse wie Isabelle Härle, Doro Brandt und Hendrik Feldwehr lassen sich dieses Ereignis natürlich auch nicht entgehen.
Ich hätte gerne die Mannschaft unterstützt“, sagte Damian Wierling in der Wettkampfpause ein wenig wehmütig: „Ich hätte gerne gesehen, was ich kann. Es ist eine besondere Atmosphäre, bei der man immer noch etwas mehr aus sich herausholen kann und eine überraschende Zeit schwimmen kann.“ Der schnellsten Sprinter Deutschlands hatte sich im Vorfeld eine Fußverletzung zugezogen und musste pausieren. Aber er unterstützte tatkräftig sein Team vom Beckenrand aus.

„Das ist ja eine tolle Atmosphäre in dieser kleinen Halle“, schwärmte auch Axel Schulz. „Ich bin ja bei vielen Wettkämpfen gewesen. Aber hier: toll!“ Ja, der Ex-Profi-Boxer tauchte auch in Essen auf. Er begleitete seine Tochter Paulina, die für den Potsdamer SV schwimmt. „Wie die Großen die Kleinen mitnehmen, alles fürs Team – einwandfrei.“

Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen ließ es sich nicht nehmen, das Bundesliga-Spektakel im Sportbad „Thurmfeld“ zu besuchen. In einer Facebook-Nachricht schrieb er: „An diesem Wochenende (02./03.02.) messen sich in Essen wieder die stärksten Schwimmteams Deutschlands. Sie schwimmen im Sportbad am Thurmfeld um die Meisterschaft. Bernhard Gemlau, Vorsitzender der Startgemeinschaft Essen, hat „Essen zur Top-Adresse im deutschen Schwimmsport gemacht und gilt bundesweit als profilierter Organisator von hochkarätigen Schwimmveranstaltungen“. Das schrieb die WAZ Essen 2013. Herzlichen Dank an die Gastgeber und Organisatoren der SG Essen!“

Klaus Diekmann (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für die Sport- und Bäderbetriebe Essen, nahm gemeinsam mit Tjark Schröder, Vorsitzender der Fachsparte Schwimmen im DSV, und Ulrike Siebrasse – ebenfalls von der Fachsparte Schwimmen im DSV, sowie Olympionikin Dorothea Brandt die Siegerehrungen vor. „Ich bin ungeheuer begeistert, dass die Veranstaltung so von den Sportlern angenommen wird“, erklärt Klaus Diekmann, „Ich habe den Eindruck, dass hier in der Halle alle Sportler eine Familie sind. Die Begeisterung auf der Bühne ist phänomenal. Hochachtung an die SG Essen, dass sie innerhalb von einer Woche zwei so große Veranstaltungen so vorbildlich durchgeführt hat.“

Das Fazit von Tjark Schroeder (DSV) „Man bekommt halt Qualität, wenn man mit einer DSV-Veranstaltung nach Essen geht.“, so das Fazit nach zwei großen DSV-Veranstaltungen innerhalb von sieben Tagen, dem Finale im DMS-J und der Endscheidung in der 1. Bundesliga.

Thomas Stuckert

 

© Bild: Thomas Stuckert, SG Essen

 

 

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