Dorothea Brandt holt zwei Kurzbahn-Titel und fliegt zur WM

Die erfolgsverwöhnten Schwimmer der SG Essen haben schon bessere Tage erlebt als die von Wuppertal. Immerhin war bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in der dortigen Schwimmoper auf Dorothea Brandt Verlass. Die 20-Jährige führte zunächst die 4 x 50 Meter-Freistilstaffel mit einem Wahnsinns-Finish zum Sieg, verteidigte anschließend ihren Titel im 50 Meter-Freistilsprint und qualifizierte sich für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften vom 3. Bis 7. Dezember in Katar.

Rabea Tzenetos, Lisa Höpink und Caroline Ruhnau hatten ihr Bestes gegeben, und doch lag die Freistilstaffel der SGE vor dem letzten Wechsel nur auf Platz sechs. Doch dann sprang Dorothea Brandt ins Wasser, schnappte sich Zug um Zug die vor ihr liegenden Konkurrentinnen und schlug nach 1:40,86 Minuten als Erste an. Am Ende lagen die Essenerinnen mehr als sieben Zehntel vor Dortmund. Noch deutlicher deklassierte Dorothea Brandt dann die Konkurrenz auf ihrer Paradestrecke. Über 50 Meter Brust benötigte sie lediglich 24,06 Sekunden und war damit fast eine Sekunde schneller als die zweitplatzierte Berlinerin Anna Dietterle.

Ansonsten waren manche SGE-Asse bei den Titelkämpfen nicht nur von Krankheiten geschwächt, sondern auch vom Pech verfolgt. Hendrik Feldwehr verpasste über 50 Meter Brust den Sieg um winzige drei Hundertstel, Caroline Ruhnau war über dieselbe Distanz 13 Hundertstel zu langsam. Immerhin wurden beide mit Silber dekoriert – genauso wie Michelle Lambert über 200 m Brust, die Lagenstaffel der Frauen sowie die Freistil- und Lagenstaffeln der Männer.

Michael Köster

Bild: © Thomas Stuckert/SGE

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