DOSB und GEMA einigen sich auf neuen Vertrag

Im Sport ist die musikalische Untermalung der Wettkämpfe, Meisterschaften und Turniere genauso wichtig, wie für den Radiomoderator. Ohne geht es nicht und wäre auch nur halb so schön. Aus diesem Grund haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) sich auf einen neuen Vertrag geeinigt. Die Verhandlungen sind für die 98 Mitgliedsorganisationen des DOSB mit ihren über 91.000 Vereinen essenziell wichtig, da die GEMA für 2014/15 massive Änderungen in ihren Tarifen plant.

Der Vertrag gilt rückwirkend ab 01. Januar 2014 und federt die hohen Kosten ab, welche auf Vereine zugekommen wären. Vor allem für Sportveranstaltungen in großen Hallen mit hohen Eintrittspreisen  wären die Gebühren um ein Vielfaches angestiegen. Der DOSB hat die GEMA darauf hingewiesen, dass vor allem gemeinnützige Vereine dieser finanziellen Belastung nicht lange hätte Stand halten können. Somit wurde in den Verhandlungen erreicht, dass die GEMA einen Nachlass auf Sportveranstaltungen gibt, bei denen Musik ein integraler Bestandteil ist. Die genauen Vergütungssätze richten sich nach Art und Zweck der Veranstaltung. Grundsätzlich gilt, dass jeder Veranstalter seine Veranstaltung bei der GEMA anzumelden hat. Für gemeinnützige Vereine, die keinen wirtschaftlichen Zweck verfolgen, gilt der Vergütungssatz von 15%, wenn die Vereine mit eigenem Namen, auf eigene Rechnung handeln 20%. Bei Turnieren, Wettkämpfen etc., die ohne das Abspielen von Musik nicht durchgeführt werden können (bspw. Tanzturniere), gilt ein Nachlass von 50%. Für die Berechnung der Vergütungssätze werden das durchschnittliche Eintrittsgeld und die Maximalkapazität des Veranstaltungsortes herangezogen.  Alle tariflichen Nachlässe werden nicht additiv gewährt, sondern werden immer pro Einzelveranstaltung berechnet. Seit dem 01.Januar 2014 gilt zudem, dass die Vergütung sich auf eine Musiknutzungsdauer von acht Stunden bezieht, danach ist ein Aufschlag in Höhe von 25% pro weitere zwei Stunden fällig.

Generell rät die GEMA Vereinen, die regelmäßige Veranstaltungen mit musikalischer Untermalung durchführen, einen Pauschalvertrag abzuschließen. Die Vereine sparen dabei 10% ggü. den Einzelverträgen, sofern mindestens elf Veranstaltungen im Jahr durchgeführt werden. Der Gesamtvertrag  zwischen dem DOSB und der GEMA ist gültig bis Ende 2018. Die Zusatzvereinbarung, die bereits kürzlich bis 2016 verlängert wurde, bleibt von den Vereinbarungen des neuen Gesamtvertrags unberührt. In dieser Zusatzvereinbarung ist festgelegt, dass häufig wiederkehrende Musiknutzung im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen mit geringer Besucherzahl, pauschal abgegolten werden.

Annina Blum

Quelle: DOSB

Bild: © Bilddatenbank LSB NRW I Stephan

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