Ergänzende Erklärung zum Thema Finanzausstattung für den Sport

Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde,

in den Ihnen zugesandten Berichten vom ESPO zum Thema Finanzausstattung des Sports werden Finanzbeträge von 3,3 Mio. € und 5,0 Mio. € genannt.

Bei Lesern, die sich nicht tagtäglich mit dieser Thematik befassen, könnte leicht der Eindruck entstehen, der Sport erhält in Zeiten angespannter Finanzlage mehr Geld.

Dem ist nicht so!

Der Wirtschaftsplan der Sport und Bäderbetriebe (SBE) war in den zurückliegenden Jahren immer unterfinanziert. Der Ausgleich wurde entweder durch Verschiebung von Mitteln im Dezernat oder durch Verkaufserlöse aus aufgegebenen Sportflächen herbeigeführt. Dabei war aber allen Handelnden bewusst, dass diese Art, den Ausgleich herzustellen, nur eine begrenzte Zeit geht. Dieses Vorgehen war damit begründet, durch Aufgabe von Sportstätten (Bäder, Sportplätze, Turnhallen etc.) und Abbau von Personal den Haushaltsausgleich aus eigenen Kräften herbeiführen zu können.

Der überwiegende Teil der erzielten Einsparungen wurde durch Tariferhöhungen und Energiekostensteigerungen bereits wieder aufgezehrt. Die aktuelle Haushaltslage der SBE wird durch die Finanzplanung ab dem Jahr 2015 nochmals verschärft. In der mittelfristigen Finanzplanung hat die Verwaltung für das Jahr 2015 nur noch eine Verlustzuweisung für die SBE in Höhe von 18,05 Mio. € eingeplant, also eine ehebliche Reduzierung der bisherigen Haushaltsansätze (20,85 Mio. € plus 1,0 Mio. € aus Verkaufserlösen).

Was bedeutet das nun im Einzelnen.

Mit den derzeit in Rede stehenden 3,3 Mio. € befinden sich die SBE unter dem bisherigen Niveau. Genau um 200.000 € weniger. Künftig zu erwartende Tarif- und Energiekostensteigerungen dürften unmittelbar dazu führen, dass der Haushalt der SBE sofort wieder in Schieflage gerät.

Um dann einen Ausgleich herbeizuführen zu können, müssen unweigerlich weitere Sporteinrichtungen geschlossen werden.

Die Differenz von den 3,3 Mio. € zu den in Rede stehenden 5 Mio. €, also ein Plus von 1,7 Mio. €, eröffnen die Möglichkeit, den Haushalt auf das bisherige Niveau zu heben und mit dem überstehenden Betrag von 1,5 Mio. € Tarif- und Energiekostensteigerungen auffangen und endlich notwendige Reparaturen an Sporteinrichtungen durchführen zu können.

Damit kann der Status Quo zumindest für einen weiteren Zeitraum gehalten werden.

Sollte jetzt noch Jemand auf die Idee kommen, Sparbeiträge des Sports einzufordern, sind wir gerne bereit, nochmals zu dokumentieren, welche Einsparungen der Sport durch Aufgabe von Sporteinrichtungen oder durch Übernahme von Sportstätten in eigene Regie, Übernahme von Pachtverträgen, Schlüsselgewalten, Engagement im offenen Ganztag usw. erbracht hat.

Dennoch wird sich der ESPO nicht zurücklehnen, wir werden weiterhin mit unseren Sportvereinen Sparmöglichkeiten ausloten, so wie wir es in der Vergangenheit im Schulterschluss mit unseren Sportvereinen erfolgreich praktiziert haben.

An dieser Stelle sei nochmals allen gedankt, die mit uns diesen nicht immer einfachen Weg in den letzten Jahren gegangen sind und durch ihr Handeln zu einer Haushaltseinsparung beigetragen haben.

Wir setzen auch weiterhin auf die Kooperationsbereitschaft der Essener Sportvereine.

Essener Sportbund e.V.

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