Essener Kinder in 8 Tagen zum Seepferdchen

Unter dem Motto Schwimm sicher – „in 8 Tagen zum Seepferdchen“ bot die Schwimmschule der Startgemeinschaft Essen e.V. 180 Kindern in den Osterferien einen Anfängerschwimmkurs an. Am Dienstag haben sich nun neben Vertretern der Stadt Essen, des Essener Sportbundes e.V. und des Schwimmverbandes NRW auch die Staatssekretärin für Integration des Landes Nordrhein-Westfalen Serap Güler und der Oberbürgermeister der Stadt Essen Thomas Kufen ein persönliches Bild dieses erstmalig stattfindenden Projekts machen können.

Die Schwimmfähigkeit von Kindern und damit die Vermeidung von tödlichen Unfällen in Schwimmbädern und offenen Gewässern sind für den Besuch Anlass genug, um die Ernsthaftigkeit, die der Oberbürgermeister noch einmal unterstrich zu verdeutlichen. Konnten 1990 noch 90 Prozent aller Kinder schwimmen, so ergab die von der DLRG beauftragte Forsa-Umfrage, dass 2017 nur noch 40 Prozent der Grundschüler im Alter von 10 Jahren sicher ohne Hilfe schwimmen konnten.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, haben sich die Essener Schwimmvereine zusammen mit dem Essener Sportbund e.V. auf den Weg gemacht, um trotz knapper Wasserflächen Möglichkeiten für weitere Schwimmlernangebote zu finden.

In der Zeit vom 26.03.-07.04.2018 konnten ca. 180 Kinder im Alter von 4-8 Jahren aus Essener Kitas oder Grundschulen „in 8 Tagen zum Seepferdchen“ geführt werden. Die Kindergruppen wurden nach Integrationsgesichtspunkten zusammengestellt und spiegeln die Arbeit der Schwimmschule der SG Essen e.V. wieder. Dort erlernten ca. 300 Kinder von 3-7 Jahren an vier Tagen in der Woche das Schwimmen. Thomas Kufen ist besonders stolz auf die Schwimmausbildung in Essen. Sie sei überregional einzigartig und könne viel dazu beitragen, Todesfälle durch Ertrinken zu verhindern, so der Oberbürgermeister.

Die Schwimmausbildung in den Osterferien wurde durch Leistungsschwimmer und Fachtrainer durchgeführt. So war neben der Vielzahl von aktuellen deutschen Titelträgern auch die ehemalige Weltmeisterin im Freiwasserschwimmen, Isabell Härle mit dabei.  Um mögliche Sprachbarrieren zu verhindern konnte man zudem den ehemaligen syrischen Nationalschwimmer Rami Knaan für die Ausbildung der Kinder gewinnen.

Die Ferienaktion bildet den Auftakt für eine regelmäßige Angebotsreihe, bei der die Schwimmfähigkeit der Essener Kinder kontinuierlich verbessert werden soll. Ziel ist es, die Quote der sicher schwimmfähigen Kinder zu erhöhen. Die Staatssekretärin für Integration zeigte sich von diesem Angebot überzeugt, da der Sport eine enorme Strahlkraft für die Integration habe.

 

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Bild: Der Oberbürgermeister Thomas Kufen und die Staatssekretärin Serap Güler ließen es sich nicht nehmen, den kleinen Nachwuchsschwimmern am Beckenrand ihren Zuspruch zu geben (Bild Kufen/Güler mit Kindern)

Nils Grunau

 

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