Essener Ruderer überzeugen beim Langstreckentest in Dortmund!

Bevor die Elite des Deutschen Ruderverbandes sich in die einzelnen Trainingslager über den Jahreswechsel verabschiedet, lädt Chefbundestrainer Ralf Holtmeyer traditionell alle Kaderathleten am ersten Wochenende im Dezember nach Dortmund in den dortigen Bundesstützpunkt ein. Zunächst gilt es die derzeitige physiologische Leistungsfähigkeit auf dem Concept2 Indoor-Rower unter Beweis zu stellen. Am zweiten Tag steht dann der erst Wassertest der neunen Saison auf dem Dortmund-Ems-Kanal auf dem Programm. Über 6.000 Meter müssen die Athleten im Einer und Zweier ohne Steuermann ihren Leistungsnachweis erbringen.

Der amtierende Doppelweltmeister im Deutschland-Achter Jakob Schneider blieb am vergangenen Wochenende bei dieser Überprüfung im Kampf um einen erneuten Platz im Flaggschiff des DRV voll im Soll. Der Ruderer vom Ruderklub am Baldeneysee unterbot auf dem Ergometer die geforderte 6-Minutenmarke und landete in der Konkurrenz des Männer Zweier ohne Steuermann mit seinem Partner Hannes Ocik (Schwerin) auf Rang fünf, nur eine Sekunde hinter den Kameraden Planer/Wimberger, die ebenfalls in den letzten beiden Jahren im Achter saßen. Im Skilanglauf-Trainingslager in St. Moritz wird nun mit langen Einheiten an der Kondition gearbeitet.

Einen Achtungserfolg erzielten Janina Hanßen und Luisa Neerschulte im Frauen Zweier ohne Steuerfrau. Das Duo der Ruderriege ETuF Essen siegte im Feld der 15 gestarteten Boote mit einem Vorsprung von 6 Sekunden. Auch die Zeiten auf dem Ruderergometer ließen aufhorchen, sodass eine Einladung von Chefbundestrainer Ralf Holtmeyer zu einem der nächsten Trainingslager im Frauen Riemenbereich nicht lange auf sich warten lassen dürfte.

Auch Henning Sproßmann (ETuF) landete mit seinem Partner Julius Wagner (Dortmund) im Leichtgewichts Zweier ohne Steuermann ganz oben im Klassement. Am Ende hatten sich die U23 Jahrgangsmeister einen Vorsprung von 36 Sekunden heraus gerudert. Die U23 Weltmeisterschaften in Sarasota (USA) im Juli des kommenden Jahres sind das ganz große Ziel für die Beiden. Dieses Ziel verfolgt auch Laura Kampmann (TVK).  Die 21 Jährige landete im Frauen-Einer in der Gesamtwertung auf dem 15. Platz. Die vor ihr platzierten Skullerinnen sind aber überwiegend dem Elitekader angehörig, sodass sie TVK Ruderin im U23 Bereich zu den Besten gehört.

Parallel zur Elite und dem U23 Bereich testeten auch die Juniorinnen und Junioren ihre Form in Dortmund. Auch hier konnten einige Ausrufungszeigen aus Essener Sicht gesetzt werden. Die Einer-Konkurrenzen wurden unter anderem von Lea Schneider (Kettwiger RG) und Henning Käufer (ETuF) dominiert.

Diese Erfolge waren Bestätigung für die gute Arbeit, welche seit Jahren in Essen geleistet wird. Dies ist auch dem Bundesinnenministerium und dem DOSB nicht verborgen geblieben und so erreichte die Verantwortlichen im Regattahaus der Stadt Essen vor einigen Tagen die erfreuliche Nachricht, dass der Bundesstützpunkt Rudern am Baldeneysee für die nächsten sieben Jahre bis Ende 2024 bestätigt wurde.

Boris Orlowski

 

Bilder: © Detlef Seyb

 

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