FC Stoppenberg ermöglicht Flüchtlingen das Fußballspielen

Vorbildlich geht der FC Stoppenberg in Sachen Integration voran. Der Fußballverein ermöglicht Flüchtlingen seit Anfang des Jahres die Teilnahme am regulären Trainingsbetrieb. Hierfür riefen Vereinsvertreter zu einer Spendenaktion von Sportausrüstung auf, damit ein reibungsloses Training auch für die neuen Teilnehmer gegeben ist. Diesem Aufruf folgten zahlreiche Essener mit Geld- oder Sachspenden, welche nicht nur den aktiven Flüchtlingen, sondern auch dem Flüchtlingsheim an der Kapitelwiese übergeben worden sind. Darüber hinaus durften sich fünfzehn Flüchtlinge über neue Fußballschuhe und Trainingsanzüge freuen.

Inzwischen sind sieben Flüchtlinge fest im Training der 1. Mannschaft und der A-Jugend aufgenommen worden. Ob sie künftig am regulären Spielbetrieb teilnehmen werden, bleibt abzuwarten, Spielerpässe sind aber für fünf der jungen Männer bereits beantragt. Zudem haben sie viel Spaß am Sport und der Bewegung. Die jungen Männer sprechen meist Französisch, ein wenig Englisch und lernen mittlerweile auch Deutsch, zur Not helfen Hände und Füße bei der Verständigung. Neben der Freude am Fußballspielen bietet das Training auch eine kurzzeitige Ablenkung der schwierigen Situation, in denen sich die Flüchtlinge befinden. Aus Ländern wie Syrien, dem Irak, Algerien, Mali oder Guinea kamen die Menschen einen weiten Weg nach Deutschland, um neue Perspektiven für ihr Leben zu finden. Eine eventuelle Wiederabschiebung in deren Heimatländer, liegt nicht in den Händen von Sport- oder Kulturvereinen. Die Integration in die hiesige Gesellschaft und eine Hilfe bei dem Neuanfang in Deutschland, können sie aber allemal bieten.

Die Schicksale der Flüchtlinge haben die Vereinsmitglieder des FC Stoppenberg sehr berührt: „Ein junger Mann aus dem Irak war drei Monate auf der Flucht. Nur mit einer Flasche Wasser ausgestattet, hat er es über die türkische Grenze geschafft. Wenn man so etwas hört, wird einem bewusst, wie gut es uns in Deutschland geht“, sagt Vorstand Thomas Spitz. In Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsheim-Betreiber European Homecare wurde sich darauf verständigt, dass der Verein auch zukünftig den Bewohnern eine Trainingsmöglichkeit anbietet. Und wer weiß, ob nicht in dem einen oder anderen ein unentdecktes Talent schlummert. Durch die Flüchtlingsprojekte bekam der Verein ein hohes Medieninteresse und viel Zuspruch aus der Region. Darüber freut sich der Verein natürlich, dennoch bleiben die Verantwortlichen bescheiden. Sie wollen auch weiterhin helfen und Vorstand Thomas Spitz freute sich am meisten über das Kompliment von European Homecare: „Dort sagte jemand, der FC Stoppenberg sei ein Vorbild für die ganze Nation.“

Wir wünschen allen Verantwortlichen und insbesondere den Flüchtlingen viel Erfolg beim Umsetzen der Projekte und viel Spaß beim gemeinsamen Sporttreiben!

Annina Blum

Bild: © FC Stoppenberg

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