Frintroper Jiu Jitsukas zur Weltmeisterschaft in Gibraltar

Es ist wieder soweit: Der deutsche Kader für die internationalen Jiu Jitsu-Meisterschaften hat sich geformt. Von den 73 Teilnehmern aus Deutschland machen sich auch sieben Frintroper Jiu Jitsuka zusammen mit Dieter Lösgen (10. Dan), Jürgen Rautert (4. Dan) und Athleten aus anderen Ruhrgebiets- und deutschen Städten auf den Weg nach Gibraltar, um sich mit Sportlern aus Europa, Südafrika, den USA und auch untereinander zu messen.

Die Meisterschaften der „United Nations of Ju Jitsu“ finden alle zwei Jahre statt, dieses Jahr treten geschätzt 300 Wettkämpfer aus elf Ländern an. Mit dabei sind Kevin Golz mit seinem Partner Matthias, die das erste Mal als Schwarzgurtträger antreten, Drazen Kolic und Jens Winkelmann, Christian Böttcher und Isa Kara und als „weibliche Verstärkung“ Karoline Seck. Auch am Start ist Markus Wilger aus Bottrop, der 1985 seine ersten Schläge und Tritte in Frintrop machte, bevor er vor sechs Jahren seinen eigenen Verein auf die Beine stellte. Für die Vorbereitung kam er zusätzlich nach Frintrop in sein altes „Dojo“ (jap. für Trainingsort) und stellte auch seine Trainingszeiten im Gegenzug zur Verfügung.
Als in den Sommerferien die Schulsporthallen in Mülheim geschlossen waren, konnten auch die Athleten aus Mülheim nach Frintrop kommen. Man gehört ja schließlich zum selben Kader.

Die Sportler haben sich monatelang vorbereitet, d.h. vier bis fünfmal die Woche Training, selbst bei den in diesem Sommer herrschenden Tropen-Temperaturen.
„Da muss man einfach durch, auch wenn es unter dem Judo-Anzug ziemlich warm wird“, erzählt Karoline Seck, „unsere Halle wurde ja letztes Jahr erst saniert, sodass wir deutlich angenehmere Temperaturen hatten, als zu Zeiten, als die Sonne noch durch die Glasbausteinwand schien.“ Alle Jiu Jitsuka aus Frintrop haben schon Wettkampferfahrung, daher bezieht sich die Aufregung auch eher auf die Vorfreude, da man bei solchen Gelegenheiten auch immer alte Freundschaften aus aller Welt wiedersieht.

Am 27. September geht es ab Düsseldorf nach Málaga und mit einem Transfer weiter nach Gibraltar. Am Samstag, den 29. September ist dann offiziell Eröffnung mit einem Lehrgang, um von Meistern anderer Länder zu lernen. Danach wird es ernst: Die Disziplinen mit geringerem Verletzungsrisiko finden dieses Mal am ersten Tag statt: Abwehr gegen unbekannte Angriffe (Random Attacks), Kata und Paar-Demonstrationen. Die anderen Kategorien Freikampf (Sparring), Bodenkampf und Continious Fighting (quasi Mischung aus beiden) bergen durchaus ein sehr minimales Verletzungsrisiko, weshalb sie am Sonntag, dem letzten Wettkampftag, stattfinden. Zum krönenden Abschluss gibt es die Team Demonstrations. Das sind Showkämpfe mit Choreographie und Musik. Die Siegerehrungen werden ganz nach olympischer Manier in diesem Jahr erstmalig an jedem Wettkampftag erfolgen. Am Sonntagabend dürfen dann auf dem offiziellen UNJJ-Gala Dinner die hoffentlich errungenen Medaillen gefeiert werden.

Karoline Seck

 

Bild: © K. Seck

 

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