Fußballferienschule für Geflüchtete

Am Montag, den 14.08.2017 gab Dirk Helmig den Startschuss zur Fußballferienschule für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Essen. Helmig, einst Profifußballer bei Rot-Weiss Essen und dem VfL Bochum, plante schon länger ein solches Projekt ins Leben zu rufen. „Mein Traum war es sozial benachteiligten Kindern ein Fußballerlebnis zu bieten“.

Das Projekt wurde hierbei inhaltlich und finanziell vom Kommunalen Integrationszentrum Essen, KOMM-AN Programm des Landes NRW, Essener Sportbund e.V., Zukunft Bildungswerk, SC Phönix e.V., Deichmann, Kinderbeirat der Anneliese Brost Stiftung und der Fußballschule BALLKONTAKT unterstützt.

Die 40 Teilnehmer der Fußballferienschule fanden sich von Montag, 14.08.2017 bis Freitag, 18.08.2017 jeden Tag von 10-15 Uhr auf der Sportanlage Raumerstraße ein. Nach einem Technik- und Torschusstraining in der Früh, machten sich die Fußballbegeisterten auf zum Mittagessen. Im Anschluss stand der sogenannte „Elferkönig“ an. Beim Elfmeterkönig wird pro verwandelter Elfmeter dem zu diesem Zeitpunkt im Tor stehenden Spieler ein Leben abgezogen. Hält der Torwart oder schießt der Schütze neben das Tor, muss dieser dann ins Tor. In den Zwischenzeiten wurde für ausreichend Verpflegung gesorgt. Das Team vor Ort bestand aus 4 Trainern und zusätzlichen Betreuern vom Zukunft Bildungswerk. Nach der Krönung des Elferkönigs ging es rein in verschiedene Wettkämpfe wie dem Lattenschießen. Der Höhepunkt des Tages war schließlich das tägliche Abschlussspiel.

Eine ganz besondere Idee ließen sich die Organisatoren um Dirk Helmig mit dem Champions-League Tag am Mittwoch einfallen. Hier schlüpften die Teilnehmer in die großen europäischen Fußballklubs wie Real Madrid, FC Barcelona oder Bayern München hinein und konnten ihren großen Idolen Ronaldo, Messi und Co. nacheifern. In einem Hin- und Rückspiel wurden die Sieger bis ins Finale ausgespielt. Trotz der Wettkämpfe standen vor allem Spaß und Teamgeist im Vordergrund. Mädchen wie Junge, Geflüchtete wie Deutsche, hier kamen alle zusammen und hatten eines gemeinsam: Die Freude am Fußball. „Das schönste ist die Begeisterung der Kinder zu sehen, da sieht man, dass vieles richtig gemacht wurde. Das Lächeln der Kinder gibt einem Recht“, so Helmig.

Am Ende der Woche erhielt jeder Teilnehmer einen Ball, eine Trinkflasche und ein Zeugnis als Erinnerung an ein unvergessenes Ferienerlebnis. Dirk Helmig ist sich schon sicher: „Ich möchte in Zukunft weitere Fußballferienschulen ausrichten“.

Nils Grunau

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