Gründungstreffen der Essener Allianz für Weltoffenheit

Nach dem Vorbild der bundesweiten „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat“ ist auch in Essen ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis entstanden, das sich für die Wahrung der Menschenwürde, von Toleranz und Gewaltlosigkeit stark macht. Das offizielle Gründungstreffen hat am Donnerstag, 29. September 2016, im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 in Essen stattgefunden. Zu den „Allianzpartnern“ zählen 14 städtische Institutionen, Religionsgemeinschaften, Verbände und Mitgliedsorganisationen; zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Organisationen, die ihren Sitz in Essen haben und den Aufruf der Allianz für Weltoffenheit teilen, können sich als „Unterstützer“ dem Bündnis anschließen.

 

Die Gründung der „Essener Allianz für Weltoffenheit“ hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund, Region Mülheim-Essen-Oberhausen, die Katholische und die Evangelische Kirche in Essen angeregt. „Die Allianzpartner repräsentieren heute bereits viele tausend Essener Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Integration von Flüchtlingen und ein friedliches Zusammenleben in der Stadt engagieren“, erklärten die Initiatoren. „Dies wollen wir durch unseren Zusammenschluss deutlich machen.“ In einem gemeinsamen Aufruf fordern die Allianzpartner unter anderem ein verbessertes Bildungsangebot, eine Flüchtlingspolitik, die faire Asylverfahren garantiert, eine ausreichende finanzielle Vorsorge für nachhaltige Integration und gerechte Teilhabechancen für alle Menschen in Deutschland. Diejenigen, die von Armut, Arbeitslosigkeit oder fehlender sozialer Absicherung betroffen seien, dürften bei der Lösung der gegenwärtigen Herausforderungen nicht vernachlässigt werden. „Wir treten ein für einen Dialog über kulturelle, religiöse und soziale Unterschiede und die Schaffung von Räumen der Begegnung“, heißt es in dem Aufruf. „Wir treten ein für den Schutz der Grundrechte, zu denen die Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit ebenso zählen wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Diskriminierungsverbot. Wir treten ein für den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass.“

Nach der Gründung berieten die Allianzpartner über die weitere Zusammenarbeit: So ist zunächst am Welttag der Toleranz, 16. November 2017, eine gemeinsame Veranstaltung geplant. Vorbildliche Initiativen und Persönlichkeiten, die beispielhaft für die im Aufruf vertretenen Werte und Haltungen stehen, sollen gewürdigt werden. Eigene Veranstaltungen der Allianzpartner können in Kooperation mit der Allianz durchgeführt werden. Und nicht zuletzt soll für die Ziele der Allianz in der jeweils eigenen Organisation geworben werden. Essener Organisationen und Einrichtungen, die der Allianz als Unterstützer beitreten wollen, können sich an das Kontaktbüro (Anschrift siehe unten) wenden.

Folgende Organisationen haben den Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ am 29. September 2016 unterzeichnet Allianzpartner:

  • Agentur für Arbeit Essen Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrt Essen Arbeitskreis Jugend Essen
  • Deutscher Gewerkschaftsbund – Region Mülheim-Essen-Oberhausen
  • Essener Sportbund e.V.
  • Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V. Essener Unternehmensverband
  • Evangelischer Kirchenkreis Essen
  • Jüdische Kultusgemeinde Essen
  • Kommission Islam und Moscheen in Essen e.V. Katholisches Stadtdekanat Essen und Katholikenrat Essen Kreishandwerkerschaft Essen
  • Stadt Essen
  • Universität Duisburg-Essen

 

Kontaktbüro

Evangelischer Kirchenkreis Essen Superintendentin Marion Greve Haus der Evangelischen Kirche, III. Hagen 39, 45127 Essen, Telefon 0201 22 05-213

Redaktion

Evangelischer Kirchenkreis Essen, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 0201 2205-221, Mail info@evkirche-essen.de

 

Quelle: www.essener-allianz-fuer-weltoffenheit.de

 

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