Handball: Benefizspiel auf Margarethenhöhe

Die Vereine Tusem und SG Überruhr stehen sich am Freitag, 10.01.2020 gegenüber. Knapp acht Wochen ist es her, dass der 32-jährige Handballer Lars Krüger bei einem Verbandsliga-Spiel der SG Überruhr ohne Fremdeinwirkung zusammenbrach. Er wurde reanimiert, starb aber am nächsten Tag im Krankenhaus. Noch immer ist die Trauer groß. Ganz spontan entstand damals bei den Verantwortlichen der SGÜ in Absprache mit dem Zweitligisten Tusem Essen der Plan, Krügers Familie durch ein Benefizspiel finanziell zu unterstützen.

An diesem Freitag ist es nun soweit: Die SG Überruhr und der Tusem werden sich ab 19 Uhr in der Halle Margarethenhöhe gegenüberstehen. SGÜ-Teamchef und Mitorganisator Christian Hammacher ist dem Tusem für dessen Kooperation sehr dankbar. „Die Bereitschaft, ein Benefizspiel durchzuführen, war nach dem tragischen Tod sofort groß. Schließlich hatte Lars auch lange Zeit beim Tusem gespielt.“ Nicht nur aus der Essener Handballszene, sondern bundesweit habe man Beileidsbekundungen und gute Wünsche erhalten. „Lars war ein tadelloser, angesehener und vorbildlicher Sportsmann. Er hat in unserer Mannschaft eine große Lücke gerissen“, sagt Christian Hammacher. Gleich im ersten Spiel nach dem tragischen Vorfall lief die SGÜ mit einem Sondertrikot auf: auf jedem Hemd stand unter der Trikotnummer der Schriftzug „Krüger“. „So wird er auch weiterhin ein Teil der Mannschaft bleiben.“

Das Benefizspiel nutzt Hammacher noch einmal um sich zu bedanken bei der Vereinsführung sowie bei der professionellen Seelsorge, „die uns die ganze Zeit begleitet und mit Rat und Tat zur Seite steht“. Die Initiatoren sind natürlich auch froh, so viele Unterstützer gefunden zu haben. „Von Spenden für Getränke und Speisen bis hin zum Schiedsrichtergespann. Dafür ein großes Dankeschön.“ Herbert Stauber, sportlicher Leiter beim Tusem und Mitorganisator, schickt die komplette Profimannschaft aufs Feld: „Wir werden auch einige ehemalige Mitspieler von Lars einsetzen. Er war immerhin 15 Jahre auch für uns am Ball. Wir hoffen, dass möglichst viele Zuschauer in die Halle kommen, um einen schönen Handballabend zu erleben.“

Dieter Meier

© Bild: Dieter Meier

 

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