Heinz Hofer soll es beim ETB wieder mal richten

Als Oliver Bierhoff Mitte Oktober vor dem EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Irland am Uhlenkrug vorbeischaute, um seinen Heimatverein ETB Schwarz-Weiß in schweren Zeiten zumindest moralisch zu unterstützen, da strahlten die Vorstandsmitglieder Jürgen Wiese und Thorsten Karbenk sowie Aufsichtsratschef Jochen Schramm um die Wette. Sechs Wochen später ist dieses Trio Geschichte, und der Traditionsclub steckt wieder einmal in einer schweren Krise. Bevor das Vereinsschiff jedoch untergeht, will Heinz Hofer einen letzten Rettungsversuch starten. Der 76-jährige Ehrenpräsident hat sich bereiterklärt, vorerst kommissarisch den Vorsitz der Fußballabteilung zu übernehmen.

Nichts lief in den vergangenen vier Jahrzehnten ohne das Votum von Heinz Hofer. Er war der Macher, er war der Geldgeber, er war Mister ETB. In schweren Zeiten übernimmt der Automobilhändler nun noch einmal das Vereinsruder und will seine Erfahrung und seine Kontakte nutzen, damit die einst so ruhmreichen Schwarz-Weißen nicht auch noch in die Landesliga absteigen. Zurzeit belegt der Club in der Oberliga Niederrhein Abstiegsrang 16, und der Etat für die laufende Saison soll noch nicht gesichert sein.    

„Es geht nicht um meine Person, sondern um den Verein“, erklärt der Ehrenpräsident. „Weil ich in unserem Umfeld aber niemanden gesehen habe, der den Job des ersten Vorsitzenden übernehmen will, habe ich mich dazu durchgerungen.“ Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Reiner Blaszik und Gerd Krausenbaum, bisher wie Hofer Mitglieder des Aufsichtsrates, will er schnellstens Sponsoren gewinnen. „Wir müssen die Mannschaft in der Winterpause verstärken, vor allem in der Offensive hapert es“, hat der neue Vorsitzende erkannt. Neun Punkte und zehn Tore in 14 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Michael Köster

Bild: © ETB

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