Hot Rolling Bears Essen – Die Bank wird immer leerer

Personelle Probleme vor dem letzten Heimspiel gegen Osnabrück –

In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga müssen die Hot Rolling Bears Essen in diesem Jahr noch einmal nachsitzen. Das am 29. Oktober ausgefallene Spiel wird nachgeholt:

Sonntag, 17. Dezember, 15 Uhr, Hot Rolling Bears Essen – RSC Osnabrück, „Bärenhalle“, der Sporthalle des Nord-Ost-Gymnasiums, Katzenbruchstraße 77, 45141 Essen, Zufahrt „Haus des Handwerks“.

Osnabrück wird der erwartetet schwere Gegner sein. Das Team um Trainer Frits Wiegmann und Mannschaftskapitän Dennis Nohl liegt mit 8:0 Punkten punktgleich zusammen mit ASV Bonn an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Außerdem brennt das Team auf Revanche für die knappe Niederlage im Freundschaftsspiel anlässlich der Bears-Saisoneröffnung.

Während sich in der Liga alle Teams spürbar weiterentwickeln, werden die personellen Sorgen der Bears immer größer. Die Bank wird immer leerer und eine Hiobsbotschaft jagt die nächste: Die Verletzung von Playmaker Ahmet Dogan gestaltet sich doch hartnäckiger als erwartet; er fällt über Wochen aus. Bei Flügelspieler Jan-Mark Matthias sieht es nicht anders aus; an eine Rückkehr ins Team ist im Moment nicht zu denken. Und zu allem Überfluss hat sich in dieser Woche Center Manuel Onken aus persönlichen Gründen vom Verein abgemeldet.

Vor dem Spiel gegen Osnabrück hat Trainer Markus Pungercar im Grunde nur fünf Spieler zur Verfügung: Kapitän Jens Hillmann, die beiden Holländer Ilse Arts und Romario Biswane, Flügelspieler Joel Schaake und Center Hannfrieder Briel; die Fünf, die gegen den HSV durchspielen mussten, da keine Alternativen auf der Bank waren.

Es stehen zwar noch Center Markus Schmitz und die junge Nachwuchsspielerin Michelle Maul zur Verfügung; auch könnte Pungercar sich selbst einwechseln. Doch durch die Punkteregelung im Rollstuhlbasketball – je nach Grad der Behinderung -bleiben kaum Wechselmöglichkeiten.

Bei allen Sorgen und Nöten bleibt Flügelspieler Joel Schaake ruhig und zeigt sich kämpferisch: „Mit genau dieser Aufstellung haben wir Osnabrück schon einmal geschlagen; warum nicht jetzt auch?!“.

Dazu Trainer Markus Pungercar: „Osnabrück ist stark. Das Team steht nicht umsonst oben. Wir müssen jetzt, mit dem was wir haben, über die gesamte Spielzeit das abrufen, was wir gegen den HSV in den ersten drei Vierteln gezeigt haben. Wenn uns das gelingt, haben wir eine Chance“.

Rainer Grebert

 

Bild: © M. Baier

 

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