Hot Rolling Bears Essen nach großem Kampf mit Sieg aus Osnabrück zurück

In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga haben die Hot Rolling Bears Essen das Auswärtsspiel gegen RSC Osnabrück mit 56:48 (9:14, 22:9, 12:12, 13:13) gewonnen und rücken in der Tabelle auf Platz 2 vor.

Die zahlreich mitgereisten Fans sahen das erwartet schwere Spiel. Die Bears agierten anfangs ungeordnet und hektisch, so dass der Gastgeber schnell mit sechs, sieben Punkten in Führung ging, ehe die Bears zur ersten Viertelpause den Abstand auf 9:14 verkürzen konnten.

Auch das zweite Viertel begann fahrig, so dass Trainer Markus Pungercar sein Team immer wieder zu einem ruhigen Aufbau ermahnen musste. In dieser Phase des Spiels übernahm Aufbauspieler Romario Biswane die Verantwortung. Seine ohnehin stoische Ruhe übertrug sich auf das Team. Endlich wurden die Angriffe diszipliniert, präzise und erfolgreich abgeschlossen. Das Spiel kippte zugunsten der Bears, die Punkt um Punkt davonzogen. Biswane war nicht nur ein guter Playmaker, er machte auch die Körbe; Pausenstand zur Halbzeit: 31:23 für die Bears.

Im dritten Spielabschnitt schenkten sich beide Mannschaften nichts. Das Spiel ging hin und her. Die Bears konnten sich nicht weiter absetzten, aber Osnabrück kam auch nicht näher ran. So betrug der Vorsprung der Bears nach diesem Viertel immer noch acht Punkte.

In den letzten zehn Minuten konnte keine Mannschaft spielentscheidende Akzente setzen. Zwei Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung der Bears zehn Punkte. Pungercar wechselte im sicheren Gefühl des Sieges Nachwuchsspielerin Michelle Maul und Oleg Kyrylenko ein. Dann verhängten die Schiedsrichter gegen die für die Bears spielende holländische Nationalspielerin Ilse Arts das zweite technische Foul; damit musste sie vom Feld. Pungercar wechselte Maul nun wieder zurück.

Es wurde dramatisch: Die Unparteiischen verwiesen Arts aus der Halle. Pungercars Unmutsäußerungen über diese Entscheidung führten bei ihm ebenso zu einem zweiten technischen Foul; und auch er musste die Halle verlassen. Mannschaftskapitän Joel Schaake organisiere das Team für die letzten 60 Sekunden. Die Osnabrücker kamen noch einmal ran, verloren dann aber auch wegen ihrer fünften Fouls Topscorer Martin Steinhardt und Flügelspieler Sören Gebauer. Es reichte schließlich für die Bears; Auswärtssieg mit 56:48.

Fairer Kommentar von RSC-Trainer Dennis Nohl unmittelbar nach dem Spiel: „Glückwunsch, Ihr habt verdient gewonnen.“.

Dazu Bears-Trainer Pungercar: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Kompliment an die Mannschaft – über den Kampf sind wir zum Erfolg gekommen. Bei den Spielern, die leider nur kurz zum Einsatz kamen, muss ich mich entschuldigen. Aber das letzte Viertel hatte ich mir auch anders vorgestellt. Letztlich bin ich froh über den Sieg.“.

Die Bears haben nun eine Woche Zeit, dann bestreiten sie am 28. Oktober das nächste Spiel zu Hause gegen BBC Warendorf.

Die Punkte erzielten: Biswane (21), Briel (13), Vlaanderen (8), Hillmann (5), Arts (4), Schaake (3), Rundholz (2), Maul (0), Kyrylenko (0).

Rainer Grebert

 

Bild: © Dirk Unverferth

 

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