Hot Rolling Bears lösen Pflichtaufgabe in Paderborn

In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord (RBBL2N) haben die Hot Rolling Bears ihr Auswärtsspiel gegen die Ahorn Panther Paderborn mit 52:51 (16:8, 15:17, 8:14, 13:12) gewonnen. Bears-Trainer Markus Pungercar hatte bereits im Vorfeld der Begegnung mitgeteilt, dass er verschiedene taktische Varianten ausprobieren wird, um sein Team bestmöglich auf die kommenden Playoff-Spiele vorzubereiten. So begannen die Essener mit einer völlig veränderten Starting-Five; mit den Centern Hannfrieder Briel und Steffen Rundholz, Topscorer Walter Vlaanderen, sowie den Lowpointern Oleg Kyrylenko und Ilse Arts ging es in die erste Spielrunde.

Schnell erspielten sich die Gäste eine Führung, die sie bis zum Ende des ersten Viertels auf 16:8 ausbauen konnten. Hier war es vor allem Rundholz, der sich hervorragend unter den Brettern behauptete und acht seiner insgesamt 16 Punkte einfuhr. Auch Kyrylenko präsentierte sich beachtlich in der Verteidigung und erzielte seine ersten Punkte aus dem Feld heraus.
Im zweiten Spielabschnitt stellte Pungercar um und spielte mit nur einem Center, drei Flügelspielern und einem Lowpointer. Die Panther konnten daraufhin auf 14:16 verkürzten. Doch die Bears stabilisierten sich und erarbeiteten sich bis zur Halbzeitsirene eine 31:25-Führung. Sehenswert dabei wieder einmal ein 3-Punkte-Wurf von Romario Biswane.

Die Essener probierten weitere Spielvarianten aus, wodurch der Spielfluss immer mehr ins Stocken geriet. Die Panther zeigten sich unbeeindruckt; einfache Fehler der Bears wurden bestraft. Paderborn hatte das Spiel gedreht und erzielte mit der Viertelpause das 39:39. In den letzten zehn Minuten zogen die Bären an und konnten sich durch einen 8:2-Lauf auf 47:41 absetzten. Doch die Ostwestfalen kamen erneut zurück und glichen in der letzten Spielminute auf 51:51 aus.
Beide Seiten gingen nun von einer Verlängerung aus, doch waren im Jubel der Paderborner zwei Pfiffe der Schiedsrichter untergegangen. Die Unparteiischen hatten ein Foul an Rundholz und ein technisches Foul gegen Vlaanderen gesehen. Dem Paderborner Benedict Bartoldus versagten daraufhin die Nerven und er vergab seinen Freiwurf. Jetzt stand Rundholz an der Linie und hatte mit zwei Freiwürfen die Chance die Partie zu entscheiden. Der Center der Bears krönte seine Leistung und versenkte unter dem Jubel der mitgereisten Fans den ersten Wurf; die Essener gewannen mit 52:51.

Pungercar nach dem Spiel: „Wir haben heute vieles ausprobiert. Darunter hat der Spielfluss sicherlich gelitten. Doch Paderborn hat uns den Spiegel vorgehalten und gezeigt, dass wir immer hoch konzentriert spielen müssen und keinen Gegner unterschätzen dürfen. Gefreut habe ich mich heute vor allem über die Leistungen von Steffen Rundholz und Oleg Kyrylenko, da beide gezeigt haben, wie wichtig sie für uns sind.”.

Markus Grebert

© Bild: M. Grebert

 

 

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