Kein guter Doppelspieltag für die Baskets

Letztes Wochenende mussten sich die ETB Wohnbau den BasCats Cuxhaven mit 65 zu 70 geschlagen geben. 2173 Zuschauer sahen ein ausgeglichenes und am Ende hochspannendes Spiel beider Teams. In den letzten Angriffen waren die Gäste etwas abgezockter und hatten das nötige Wurfglück, um die zwei Punkte für den Abstiegskampf zu holen. Nach der Niederlage stehen die Essener auf Platz 7 der Tabelle.   Das Spiel gegen die Cuxhaven BasCats lebte fast durchgehend vom Kampf. Vor allem in der ersten Hälfte lief es beim ETB in der Offensive noch nicht wirklich rund. „Wir haben es nicht geschafft den Ball richtig laufen zu lassen“, bringt es Krizanovic auf den Punkt. „Uns fehlt im Moment die Intensität im Training. So kommen wir am Wochenende aufs Feld und werden von verschiedenen Situationen überrascht. Was wir brauchen ist ein Training, das dem Spiel gleicht. Dafür müssen wir aber auch endlich mal ein gesundes und fittes Team haben.“ Genau da hakt es auch weiterhin bei den Baskets. Robin Christen, Nick Oudendag und Thomas Baudinet fallen weiter aus, nächster Einsatz ungewiss. Trotz der Verletzten legte sich der Rest des Teams gewohnt ins Zeug und so gab es nach dem ersten Viertel eine leichte 20 zu 16 Führung. Nach der Pause war der gute Lauf erst einmal dahin. Fast zweieinhalb Minuten ging auf beiden Seiten nichts, bis Mark Gebhardt mit viel Einsatz einen Alley Oop verwandelte und so die ersten Punkte machte. Die letzten Minuten gab es dann auf beiden Seiten mehr erfolgreiche Aktionen und die Cuxhavener konnten mit einer minimalen 32 zu 31 Führung in die Pause gehen. Im dritten Viertel schenkten sich beide Teams weiterhin nichts und kämpften sehr ausgeglichen. Bei den Gästen fielen die Dreier etwas besser und so gab es vor den letzten zehn Minuten eine 54 zu 50 Führung.

Den Schlussspurt begann Cuxhaven gleich mit drei Dreiern in Folge und schon zogen die BasCats ein bisschen davon. Der ETB reagierte und legte in der Defense einen drauf und konzentrierte sich auf einfache Punkte, vor allem weil von der Dreier-Linie weiterhin nicht viel ging. Dank der kämpferischen Leistung holten die Baskets den Rückstand auf und gingen dreieinhalb Minuten vor Schluss mit 64 zu 63 in Führung. Die Fans hielt es schon lange nicht mehr auf den Sitzen und so war die Stimmung extrem gut und gespannt. So sicher wie im gesamten Spiel nutzte Jeffrey Martin seine Chance, traf den Dreier und schon war für die Baskets nur noch der Ausgleich möglich. Fassungslos und enttäuscht gingen die Spieler nach der 65 zu 70 Niederlage in die Kabine und die Fans traten den Heimweg an. Die erste Heimniederlage in 2015 war besiegelt.  

Eine kämpferische Höchstleistung reicht gegen den Tabellenführer nicht  

Die ETB Wohnbau Baskets mussten sich auch am Sonntag ihrem Gegner geschlagen geben. Gegen die s.Oliver Baskets Würzburg verloren die Essener mit 58 zu 68. Trotz eines enormen Kraftakts konnte sich der ETB nicht belohnen, in der Offensive fehlte unter anderem das Quäntchen Glück.  „Wir standen defensiv sehr gut, aber haben an der Freiwurflinie zu viel liegen gelassen und einige leichte Punkte zugelassen. So konnte sich Würzburg zeitweise auf gut zehn Punkte absetzen und das holst du bei so einem Team nicht einfach auf“, sagte ETB-Trainer Igor Krizanovic nach dem Spiel. Weil auch die direkten Konkurrenten Heidelberg und Hamburg patzten, bleiben die Baskets auch nach dem Doppelspieltag siebter in der 2. Basketball-Bundeslia ProA.  

Die ETB Wohnbau Baskets waren als absoluter Außenseiter nach Würzburg gereist und verkauften sich trotzdem extrem teuer. Getrau nach dem Motto: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie“, gaben die Essener vor allem in der Defensive Vollgas. Leider mangelte es in der Offensive an genügend Waffen. Einen Tag vor dem wichtigen Duell hatte Marco Buljevic einen Autounfall und musste mit einem leichten Schleudertrauma zu Hause bleiben. Schon unter der Woche soll er aber zurück im Training sein. Ohne Buljevic traten die Baskets also komplett ohne Shooting Guard an und damit ohne einen wichtigen Werfer für die Drei Punkte. Das sollte sich später auch an der Quote zeigen, nur ein Wurf traf von außen sein Ziel. Dafür waren die Baskets in den einfachen Abschlüssen umso besser und kombinierten gut. Zu Beginn führten die Essener deshalb sogar mit 6 zu 2. Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht beirren und spulten ihr herausragendes Programm konsequent ab und machten so Punkt für Punkt. Nur mit der bissigen Defensive des ETB hatten die Würzburger immer wieder zu kämpfen und so verloren sie 13 Mal den Ball an die flinken Essener Finger. Würzburg konzentrierte sich auf seine Klasse, holte auf und schon war es wieder ein offener Schlagabtausch zwischen zwei Top-Teams. Zur Halbzeit lag der ETB nur leicht mit 31 zu 33 zurück. Nach der Pause kamen die Gastgeber deutlich besser aus der Kabine und zogen auf fast zehn Punkte Vorsprung davon. Nach dem Spiel stand ein knapper, aber vollkommen verdienter 68 zu 58 Sieg für den Tabellenführer auf der Anzeigetafel.  

Für die ETB Wohnbau Baskets bleibt jetzt nur nach vorne zu schauen, im Training weiter Vollgas zu geben, um am kommenden Wochenende gegen Heidelberg die nächsten Punkte einzufahren. Gegen den direkten Playoff-Konkurrenten ist ein Heimsieg enorm wichtig, um nicht den Anschluss zu verlieren. „Wir versuchen jetzt möglichst schadlos durch die Trainingswoche zu kommen und uns  bestmöglich vorzubereiten. Wir müssen unsere Spielkultur wiederfinden und Defense und Offense zusammenbringen. Dann geht es auch deutlich bergauf“, sagt ETB-Trainer Igor Krizanovic mit Blick auf die nächsten Wochen.    

Quelle: ETB Wohnbau Baskets

Bilder: © shot-by-frogg.de

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