Kerstin van Beek – Finanzexpertin des Essener Sport (Bundes) und eine Frau, die den Lokalpatriotismus lebt, feiert heute ihren 70. Geburtstag.

Kerstin van Beek 16.07.11

Wenn es Kerstin van Beek nicht gäbe, müsste sie „eigens für den Sport“ geboren werden. Seit mehr als 40 Jahren ist sie auf vielen Gebieten des Sports ehrenamtlich tätig. 1973 kam sie zum Kanu-Sport-Verein Rothe Mühle. Bereits 1974 verwaltete sie, mit zwei Zigarrenkisten ausgestattet, den ersten Deutschlandcup im Kanupolo. Schnell entdeckte der Verein das Organisationsgeschick von Kerstin van Beek, besonders mit Sportfinanzen hochprofessionell umzugehen. Als ausgewiesene Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin mit eigener Praxis konnte sie ihr Wissen in Finanzfragen für den Sport bestens einbringen. So war sie bei der Organisation von insgesamt 43 internationalen Pfingstturnieren, 15 Deutschen Meisterschaften, 3 Europameisterschaften und einer Weltmeisterschaft im Kanupolo beteiligt. Ihr besonderes Organisationstalent wurde schnell auch über die Stadtgrenzen Essens hinaus bekannt. Viele Jahre war sie mit Ulrich Feldhoff im Deutschen Kanuverband tätig und gehörte in den Jahren 1987 und 1995 zum Organisationsteam der Weltmeisterschaften im Kanurennsport. Um bei internationalen Regatten mit Sportlern ohne Dolmetscher kommunizieren zu können, erweiterte sie ihre Englisch- und Französischkenntnisse durch Sprachkure. Darüber hinaus verlangte die aufwendige Organisationsarbeit dieser Veranstaltungen den Einsatz ihres Jahresurlaubs ab.

Seit 1988 ist Kerstin van Beek im Vorstand des Essener Sportbundes vertreten. Zunächst bis 1996 unter dem damaligen Vorsitzenden Christian Hülsmann als Schatzmeisterin, danach beriet sie als kooptiertes Mitglied den Vorstand in Finanzfragen. Seit 2012 ist sie wieder als Beisitzerin im engeren Vorstand vertreten. Sie hat in den vielen Jahren ihrer Vorstandstätigkeit Steuermodelle entwickelt, die im Zusammenwirken zwischen der Stadt Essen, dem ESPO und Sport- und Trägervereinen halfen, Kosten zu senken und somit den Erhalt der Einrichtungen zu sichern. Viele Trägermodelle zwischen dem ESPO, Essener Sportvereinen und der Stadt Essen sind so entstanden. Davon profitiert haben die Eissporthalle, das Friedrichsbad und das Sport- und Gesundheitszentrum Zeche Helene, um nur einige wenige zu nennen. Neben ihrem Engagement im Kanu-Sport-Verein Rothe Mühle und dem Essener Sportbund ist sie noch – meistens als Schatzmeisterin – im Trägerverein der Eissporthalle, der Bewegungswerkstatt, des Sport- und Tanzinternats, des Fußballinternats RWE und dem Verein Film-Kunst-und Kinokultur Essen e. V. ehrenamtlich engagiert. Dem zuletzt genannten Verein ist es zu verdanken, dass das Glückauf-Kino heute wieder in alter Pracht existiert.

Seit einigen Jahren hat sich Kerstin van Beek aus dem aktiven Berufsleben etwas zurückgezogen. Sie führt nach wie vor mit hohem Engagement ihre Ehrenämter aus, berät den Essener Sportbund in allen Finanzfragen und hilft bei besonders schwierigen Fällen auch Essener Sportvereinen. Die Steuerberaterpraxis führt heute ihr Sohn, der darüber hinaus ehrenamtlich Schatzmeister bei der Sport Jugend Essen und der Sportjugend NRW beim Landessportbund ist und ebenfalls Sportvereine in Finanzfragen berät.

ESPO

 

Bild: © ESPO

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