Krayer Laufteam erfolgreich beim 100-KM-Lauf

Die 2. Auflage des WHEW 100 überzeugte vollständig. Hier hat das Orga Team um Guido Gallenkamp ganze Arbeit geleistet. Wenn sie sich diesen Lauf nicht ausgedacht hätten müsste man ihn erfinden. Allein auf die Idee zu kommen, einen Lauf über 100 Kilometer durch das Ruhrgebiet bis ins Bergische Land zu veranstalten hört sich abenteuerlich an. Und die Städte Wuppertal, Sprockhövel, Hattingen,Essen, Heiligenhaus,Velbert und Wülfrath unter einen Hut zu bekommen,war sicher eine Herkulesaufgabe, die zum Glück gelöst werden konnte.

Die Strecke,die überwiegend über gut ausgebaute alte Bahntrassen führte ,war hervorragend mit Flatterband , Sprühfarbe und Streckenposten gesichert. Verlaufen war beinahe unmöglich. Eine geniale Idee vom Orga Team war, die Sportvereine der zu durchlaufenden Städte mit ins Boot zu nehmen. Diese betreuten die Verpflegungsstellen und wussten natürlich genau, was die Läufer brauchen. Darum gab es auch alles ,was der Körper brauchte und zusätzlich auch immer noch Aufmunterung für den Kopf. Im Start / Zielbereich fehlte es an nichts. Auch hier war die Verpflegung überragend. Duschen und Parkplätze waren nach nur wenigen Minuten zu erreichen.

Sportlich ging es über die 100 Kilometer richtig zur Sache. Zur Halbzeit waren noch ganz andere Läufer vorn als letztlich beim Zieleinlauf. Am Ende setzte sich die große Erfahrung vom Vorjahressieger Fernand Klees (AS Douanes) durch. Er siegte mit neuem Streckenrekord in 8:14:36 Std. Die Plätze Zwei und Drei blieben dann im Revier. Für eine Riesenüberraschung sorgte Rafael Rodriguez Baena. Der Läufer vom TC Kray überraschte in seinem zweiten 100er alle. Vorsichtig gestartet konnte er sich am Ende steigern und holte sich in 8:29:32 Std. sensationell den zweiten Platz. Den Dritten Rang sicherte sich Roland Riedel von Adler Langlauf Bottrop. Der Routinier finishte nach 8:34:07 Std. und freute sich über Platz 3. Bei den Frauen holte sich Martina Finkelmeier (LT Gruiten Naeandertal) in 12:24:54 Std. den Sieg. Zweite wurde Sandra Rebenstorf in 12:29:13 Std. Rang 3 ging an Ute Ellermann (LT Bittermark) in 12:48:08 Std.

Sogar ein neuer Gehörlosen- Weltrekord konnte gefeiert werden. Jörg Rosenbaum (Gehörlosen TSV Essen) setzte mit 9:50:19 Std. diese neue Bestmarke. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte der blinde Läufer Anton Huber (BSG N-ERGIE). Begleitet vom erfahrenen Ultraläufer Stefan Beckmann (TV Borken) finishte er in der Klassezeit von 9:56:47 Std.

Wieder Mal überzeugten die Krayer mit einer komplexen Teamleistung. Bei Kilometer 50 wurde am Baldeneysee ein Verpflegungsstand betreut. Hier halfen Lauftreffleiterin Barbara Sult und zahlreiche Mitglieder des Lauftreffs tatkräftig mit und unterstützten nicht nur die eigenen Starter vorbildlich. Dafür gab es viel Lob von den Sportlern und dem Veranstalter.
Für den Shuttleverkehr der eigenen Läufer sorgten Birgit Schmalz und Iris Stubler. Im Ziel nahmen dann Daniela Rodriguez und Claudia Steeg die Läufer in Empfang. Für Klassefotos war im Ziel wieder Wolfgang Steeg zuständig.
Sportlich sorgte, wie oben erwähnt, Rafael Rodriguez Baena für das Highlight. Aber auch der Rest des Teams überzeugte komplett. Dennis John war angetreten, um eine neue persönliche Bestzeit über 100 Kilometer zu setzen. Die Staffel Ralf Schuster und Svenja John wollten ihn dabei unterstützen. Und der Plan ging voll auf. Auf den ersten 50 Kilometern bremste Ralf für Dennis, damit es nicht zu schnell wurde. Auf der zweiten Hälfte übernahm dann Svenja. Sie motivierte Dennis immer wieder und blieb so lange wie möglich dran. Erst kurz vor Schluss musste sie ihn ziehen lassen. Dennis haute auf den letzten Kilometern nachmal alles raus. Nach tollen 10:31.23 Std. überlief er dann die Ziellinie und hatte damit seine alte Bestmarke um über eine Stunde verbessert. Auch Svenja kämpfte sich durch und war dann in Ziel völlig platt. Sie lief die gute Zeit von 10:37:47 Std. für ihre Staffel ins Ziel. Das war für sie und Ralf dann sogar noch der vierte Platz in der Staffelwertung.

Eine weitere Staffel mit vier Startern schickte der TC Kray ins Rennen. Darum hatte sich besonders Birgit Jahn bemüht und die Organisation übernommen. Startläufer war in Wuppertal der Neu-Krayer Markus Wischolek. Er lief zusammen mit Ralf und Dennis gleichmäßig los und übergab nach 28 Kilometern in Hattingen an Ulrike Schäfer. Zuerst lief es bei ihr ziemlich gut. Aber nach der Hälfte ihrer 22 Kilometer wurde es richtig schwer. Sie biss aber die Zähne zusammen und übergab dann am Baldeneysee an Birgit Jahn. Die hatte das schwerste Teilstück erwischt. Auf ihren 25 Kilometern ging es meist bergauf. Da machte sich bei ihr dann der Hamburg Marathon der letzten Woche bemerkbar und es wurde richtig hart. Aber sie wechselte trotzdem in guter Zeit auf Schlussläufer Thomas Otten. Der gab noch mal richtig Gas und lief seine Staffel in einer ausgezeichneten Zeit ins Ziel. Mit sehr guten 10:05:03 Std. erkämpfte sich die Staffel Platz 6 für Vierer-Teams.

Ralf Schuster

Bild: © Ralf Schuster

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