Metropol Baskets Ruhr schlagen Spitzenreiter

Die Metropol Baskets Ruhr sind in der Relegationsgruppe 2 der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) das Team der Rückrunde. Am Sonntag gewann das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen gegen den Spitzenreiter Team Bonn/Rhöndorf in der Rüttenscheider Helmholtz-Halle mit 87:73 (46:37) und liegen nach dem zweiten Sieg im zweiten Rückrunden-Spiel nur noch einen Erfolg hinter dem Führungsduo aus Bonn und Leverkusen. Allerdings sind es zum Abstiegsplatz ebenfalls nur ein Sieg, weil am Sonntag die Metropol-Verfolger Paderborn und Düsseldorf ihre Spiele gewinnen konnten. Am kommenden Sonntag (10 Uhr, Vestische Arena Recklinghausen) können die Ruhrgebietler mit einem Heimsieg über Paderborn aber endgültig den Deckel drauf machen im Kampf um den Klassenerhalt.

Gegen das Kombi-Team vom Erstligisten Telekom Baskets Bonn und dem Zweitligisten Rhöndorfer TV wurden die Metropol Baskets zum Start kalt erwischt. 2:11 hieß es nach vier Minuten und Headcoach Razvan Munteanu sah sich zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Vor allem defensiv fanden die Gastgeber nicht die nötige Einstellung. Mit fünf Punkten in Folge brachte Kapitän David Verhülsdonk sein Team wieder heran, aber die Bonner verteidigten ihre knappe Führung. Daran konnten auch Dreier des starken Moritz Plescher  zum 15:19 und des früh foulbelasteten Alexander Winck zum 20:25-Viertelstand nichts ändern.

Die Wende des Spiels kam aber mit Beginn des zweiten Spielabschnitts. Metropol schaltete auf Pressdeckung um und holte einen Ballgewinn nach dem anderen. Verhülsdonk, zweimal Jason Fabek, Felipe Galvez Braatz, Michael Akporukevwe und noch einmal Verhülsdonk sorgten in den ersten vier Minuten für einen 12:0-Run und eine 32:25-Führung. Und zum Ende der ersten Halbzeit setzte Aufbauspieler Felipe Galvez Braatz ein weiteres Ausrufezeichen, spielte die Bonner Verteidigung schwindelig und besorgte fast im Alleingang die 46:37-Pausenführung.

Ging das zweite Viertel mit 26:12 an die Munteanu-Schützlinge, legten diese im dritten Viertel noch weiter nach: Mit 22:10 ging dieser Abschnitt an den Tabellendritten. 68:47 leuchtete es nach 30 Minuten von der Anzeigetafel. Und das Leuchten setzte sich in den Augen der Zuschauer fort: Zweimal Winck und zweimal Akporukevwe schraubten die Führung auf 76:53 nach 34 Minuten. Das Spiel sollte entschieden gewesen sein. Denkste! Bonns Trainer Matthias Sonnenschein machte nun seinerseits mit einer Pressdeckung Druck, prompt zeigten die Metropols Nerven. Nach einem Bonner 11:0-Lauf hieß es nur noch 79:70 für die Gastgeber, zwei Minuten waren noch zu spielen. Essen/Recklinghausen war drauf und dran, den direkten Vergleich zu verspielen, denn Bonn hatte das Hinspiel mit sechs Punkten Differenz gewonnen.  60 Sekunden vor Ende hieß es nur noch 81:73. Doch die letzten Würfe der Gäste verfehlten ihr Ziel, der überragende Dorstener Galvez Braatz mit sechs Punkten in der Schlussminute und Moritz Plescher aus Mettmann an der Freiwurflinie machten den Sieg und den Gewinn des direkten Vergleichs perfekt.

Der Metropol-Sieg kam umso überraschender, weil Coach Munteanu mit Center Finn Fleute und Co-Kapitän Moritz Rieken zwei Spieler aus seiner starting five wegen Trainingsrückstandes aus dem Kader gestrichen hatte. Letztlich gab der Erfolg dem Trainer aber Recht, als Mannschaft steckten die Metropol Baskets Ruhr den Verzicht auf zwei wichtige Spieler weg. Den Bonnern gelang das nicht so gut, sie mussten ebenfalls auf zwei Leistungsträger verzichten. Center Jona Thiel und Spielmacher Andreas Gavalas  fielen krank aus. Anders als im Hinspiel, als die Aufbauposition bei den Metropol Baskets Ruhr noch die Achillesferse war, sorgten die fünf Spielmacher der Gastgeber diesmal für 50 der 87 Punkte. Und auf den großen Positionen holten Kilian Stahlhut, Philipp von Quenaudon und David Verhülsdonk die wichtigen Rebounds. Gegen Bonns Topscorer aus dem Hinspiel, Tim Kahlscheuer, leistete Luis Führer Schwerstarbeit und hielt den Powerforward bei 7 Punkten.

Metropol: Felipe Galvez Braatz (28/3, 6 Reb.), Alexander Winck (9/1), Moritz Plescher (12/1), David Verhülsdonk (11/1, 5 Reb.), Johannes Sundheim (5), Luis Führer (3), Philipp von Quenaudon (2, 7 Reb.), Valentin Bredeck, Michael Akporukevwe (8), Jason Fabek (4), Leonard Kröner und Kilian Stahlhut (5, 6 Reb.)

Dirk Unverferth

Bild: © Metropol Baskets Ruhr

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