Nachwuchsleistungssport in Gefahr?

Die Verkürzung der Gymnasialzeit und die Einführung des Ganztagsunterrichts führen laut einer aktuellen Studie des Landessportbundes NRW teilweise zu dramatischen Entwicklungen im Nachwuchsleistungssport.

Die Befragung von Vertretern der 32 olympischen Fachverbände sowie zweier Stützpunktvereine und eines Olympiastützpunktes zeigte, dass die Verkürzung der Schulzeit und der offene Ganztag den gesamten organisierten Sport betreffen, von Vereinen bis hin zu Stützpunkten.

Spätere und verkürzte Hallennutzungszeiten sind dabei ebenso problematisch, wie das Abwandern von Übungsleitern und Trainern zum offenen Ganztag.

Die Vertreter der Verbände beklagten, dass das nötige Zeitbudget für Training und Wettkampf nicht mehr vorhanden sei. Immer häufiger ergeben sich Probleme bei der Organisation des Trainings, nicht zuletzt auch, weil der Stundenplan der Athleten immer gravierendere Auswirkungen auf die möglichen Trainingszeiten hat.

Die Befragung des Landessportbundes NRW hat gezeigt, dass Vereine durch die Verkürzung der Gymnasialzeit und die Einführung des Ganztagsunterrichts auf kürzere, spätere Trainingszeiten und geringere Trainingsumfänge reagieren müssen.

Zukünftig sollten, so das Fazit der Studie, Kooperationen und einheitliche Absprachen mit Schulen aktiv gesucht werden, um Nachwuchsathleten, aber auch Trainer im Vereinssport zu halten.

Ziel ist es, die Möglichkeiten des offenen Ganztags und die bestehenden Strukturen im Leistungssport organisatorisch und integrativ miteinander zu verbinden, damit die starke Doppelbelastung von Schule und Sport abgefedert werden kann. Alle Betroffenen sollten sich gegenseitig unterstützen und ihre Strukturen in das Schulsystem sowie in kommunale Bildungsnetzwerke einbringen.

Die gesamte Studie steht Ihnen HIER als Download zur Verfügung.

 

Quelle: LSB NRW

Bild: © LSB NRW I Bowinkelmann

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