Phantom Kurt Bartels ist im Tischtennis ein Phänomen

Das Phantom hat wieder zugeschlagen: Kurt Bartels wurde kürzlich zum dritten Mal Tischtennis-Kreismeister. Das Ungewöhnliche daran: Bartels ist 58 Jahre alt, feierte 1977 seinen ersten Titelgewinn. 37 Jahre später hat der Oldie des TV Kupferdreh sogar doppelten Grund zur Freude, ist er doch zugleich amtierender Tischtennis-Stadtmeister.

Jörn Glomb und Christian Chwalek vom Ausrichter SV Moltkeplatz mühten sich zwar redlich, doch den Siegeszug der beiden älteren Herren konnten die beiden „Jungspunde“ nicht stoppen. Und so standen dann plötzlich im Herren-Finale der Kreismeisterschaften 112 Lebensjahre an der Platte. Dass Kurt Bartels am Ende auch noch seinen vier Jahre jüngeren Kontrahenten Christoph Siepmann (MTG Horst), 1984, 1985 und 2012 Sieger in diesem Wettbewerb,  mit 3:1-Sätzen bezwang, machte die Sache noch fantastischer. Kleiner Trost für Siepmann: Im Doppel-Finale setzte er sich zusammen mit Jörn Glomb mit 3:0 gegen Bartels und seinen erst 17-jährigen Partner Christopher Brielmann durch.

Nach dem Motto „Alter schützt vor Leistung nicht“ hatte Kurt Bartels der Jugend schon bei den Tischtennis-Stadtmeisterschaften eine Lektion erteilt. Im zarten Alter von 22 Jahren hatte „der Schweiger“ 1978 seinen ersten Stadttitel bejubelt. Damals griff der Ausnahmespieler  noch für RuWa Dellwig zum Schläger. 35 Jahre später ließ er mit seinem zweiten Platz aufhorchen, in diesem Jahr setze er noch einen drauf. Im Finale ließ er Hendrik Ulber (SG Heisingen) bei seinem Dreisatz-Sieg (11:4, 11:9, 11:8) nicht den Hauch einer Chance.

Auch das Stadtmeisterschafts-Endspiel wäre beinahe zu einem Senioren-Treff ausgeartet. Bis zum Halbfinale war der Schwede Göran Skogsberg (Adler Frintrop), inzwischen 64 Jahre alt, ohne Satzverlust geblieben, hatte dann allerdings gegen Hendrik Ulber mit 1:3 den Kürzeren gezogen.

Michael Köster

Bild: © TVK

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