Prominente Namen in den unteren Fußballligen

Es ist schon erstaunlich, wie viele Essener Fußballer, die noch vor kurzem höherklassig aktiv waren, inzwischen in der Bezirks- oder gar in der Kreisliga vor den Ball treten. Ein Blick in die Kaderlisten der Clubs fördert so manchen bekannten Namen zu Tage.

Den wohl prominentesten Neuzugang konnte vor Saisonbeginn der TuS Essen-West 81 vermelden. Der ambitionierte Bezirksligist sicherte sich die Dienste von Stefan Lorenz (Bild), der einst sogar ein Bundesligaspiel für den VfL Wolfsburg bestritt, bevor er 2005 zu Rot-Weiss Essen wechselte. Aufgrund seiner Kampfkraft wurde Lorenz an der Hafenstraße schnell Publikumsliebling, schaffte mit RWE 2006 den Aufstieg in die Zweite Liga. Zwölf Monate später ging’s jedoch zurück in die Regionalliga. Nach dem Karriereende heuerte der 33-Jährige auf der Geschäftsstelle von Rot-Weiss an – und hilft nun den 81ern mit seiner Routine.

Allerdings ist die Truppe aus Holsterhausen in der Bezirksliga, Gruppe 5, momentan nur Dritter hinter dem VfB Frohnhausen und der Reserve des FC Kray. Zwei Mannschaften, die ebenfalls auf Regionalliga erfahrene Kräfte setzen. Dass beim souveränen Spitzenreiter aus Frohnhausen ausgerechnet die Ex-Krayer Julian Bumbullies und Matthias Walter zu den Leistungsträgern zählen, dürfte dem Tabellenzweiten gar nicht schmecken. Der stellt wiederum mit Felix Scheider den besten Torjäger, und auch Ricardo Zweck und Kirill Naoumov haben schon einige Regionalliga-Spiele auf dem Buckel.

Drei Aufstiegshelden des FC Kray von 2012 spielen inzwischen sogar in der Kreisliga A. Beim ungeschlagenen Tabellenführer TuS 84/10 sind Torhüter Omar Allouche und sein verteidigender Bruder Hussein natürlich eine Bank. Gerade mal fünf Gegentore kassierten die Bergeborbecker in den ersten zehn Saisonspielen. Verfolger TuS Holsterhausen sicherte sich die Dienste von Alexander Knieper, der vor zwei Jahren noch Stürmer von Fortuna Köln, Rot-Weiß Oberhausen oder Rot-Weiss Essen ausschaltete.

Michael Köster

Bild: © Rot-Weiss Essen

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