Rot-Weisse Stürmer-Legenden im Stadion Essen

Das EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft am 14. Oktober im Stadion Essen gegen die Ukraine geriet fast zur Nebensache, als nach Horst Hrubesch und Willi Lippens auch noch Frank Mill im Presseraum Platz nahm. Drei RWE-Legenden Seite an Seite – da werden Erinnerungen an glanzvolle Zeiten des Essener Traditionsclubs wach, und da werden reichlich Anekdoten aufgetischt. „Was wäre ich gewesen ohne RWE?“ warf Horst Hrubesch, Fußball-Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982 und heute erfolgreicher Trainer der deutschen U 21, in die Runde.

1975 war der "Lange“ vom Bezirksligisten SC Westtünnen zur Hafenstraße gewechselt, wo er zum Bundesliga-Torjäger reifte. Sein kongenialer Partner war damals Willi Lippens. „Es war dankbar für einen, der Außen spielt. Ich wusste genau, wie er tickt“, gab die „Ente“ in seiner verschmitzten Art zum Besten. Als Lippens dann im Sommer 1976 zu Borussia Dortmund abwanderte, kam Frank Mill aus der RWE-Jugend und kickte zwei Jahre mit Hrubesch zusammen, der nach dem Bundesliga-Abstieg einen Rekord aufstellte: In der Zweitliga-Saison 1977/78 traf er 42 Mal ins Schwarze, ehe er zum Hamburger SV wechselte und dort zum Nationalspieler wurde. Dass er in seinem letzten Spiel für Rot-Weiss gegen den 1. FC Nürnberg einen Elfmeter verschoss, ärgert Hrubesch noch heute.

An alter Wirkungsstätte will der 63-Jährige mit der deutschen U 21 die EM-Qualifikation perfekt machen. „Es war meine Idee, hier zu spielen. Ich habe diesem Verein viel zu verdanken“, erklärte Horst Hrubesch im Beisein von RWE-Sportvorstand Uwe Harttgen und hofft auf ein ausverkauftes Haus.

Text und Bilder: Michael Köster

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