TuSEM peilt in der Tischtennis-Bundesliga Platz zwei an

Alle vier Jahre gerät Tischtennis in den Fokus der Öffentlichkeit. Wenn sich die Chinesen bei Olympischen Spielen an der Platte duellieren, dann sitzen selbst eingefleischte Fußballfans gebannt vor dem Fernseher und bewundern die unglaubliche Präzision der Asiaten. Oder sie drücken den deutschen Tischtennis-Assen die Daumen. Schließlich zählen Rekord –Europameister Timo Boll oder der Olympia-Dritte Dimitij Ovtcharov zu den stärksten Spielern außerhalb des Reiches der Mitte. Erstklassig sind auch die Damen des TuSEM in der Tischtennis-Bundesliga.

Knapp zwei Jahrzehnte ist es her, dass die DJK TuS Holsterhausen erstmals den Sprung in die 1. Bundesliga schafften. Das erste Gastspiel dauerte zwar nur zwei Jahre, doch kehrten die Essenerinnen immer wieder zurück und etablierten sich 2007 endgültig im Oberhaus. 2012 schlossen sie sich allerdings der Tischtennis-Abteilung des TuSEM an, der seitdem die Essener Farben vertritt und die vergangene Spielzeit mit einem hervorragenden dritten Platz abschloss.

Entsprechend groß ist die Erwartungshaltung vor der neuen Saison. Triple-Sieger TTC Berlin Eastside als haushoher Meisterschaftsfavorit, doch Platz zwei scheint möglich. „Sicherlich ist das unser Ziel. Doch wenn es am Ende Rang vier werden sollte, ist auch niemand traurig“, sagt Teammanager Klaus Ohm, der erst einmal sehen muss, wie sich das neu formierte Team entwickelt. Schließlich hat Spitzenspielerin Elke Schall-Süß ihre Karriere beendet. Für sie kehrte die Chinesin Shi Qi vom Zweitligisten Eintracht Baunatal zurück nach Essen. Dort spielte bisher auch die talentierte Alena Lemmer, die zunächst an Nummer fünf hinter Shi Qi, Barbora Balazova, Nadine Bollmeier und Yin Na, eingeplant ist.

Zum Auftakt war zumindest schon mal vielversprechend: Gegen Vizemeister TTG Bingen/Münster-Sarmsheim setzten sich die Essenerinnen nach engem Spiel mit 6:3 durch. Am kommenden Sonntag steht das Gastspiel beim ebenfalls hoch eingeschätzten SV Kolbenmoor auf dem Programm. „Danach wissen wir, wo wir stehen“, so Teammanager Klaus Ohm.

Michael Köster

Bild: © Allbau AG

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