Über zehn Jahre beim ESPO: Ärztin setzt sich für Herzsport und Gehtraining ein

Seit diesem Sommer bietet der Essener Sportbund e.V. eine Erweiterung seines Sportangebotes an. Im Bereich des Rehasports gibt es nun die Möglichkeit für Menschen mit einer peripheren arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) an einem dafür konzipierten Gehtraining teilzunehmen. Eine Ärztin, die sich schon über zehn Jahre für den ESPO engagiert, Dr. Anneliese Rauhut, setzt sich für diese Bewegungstherapie ein: „Das Gehtraining ist in dieser Form einzigartig in Essen. In Zusammenarbeit mit Kur vor Ort werden momentan zwei Gruppen angeboten, die gegen die im Volksmund als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnete Erkrankung, im wahrsten Sinne des Wortes, angehen“.

Dr. Rauhut kam vor über zehn Jahren durch Zufall zum ESPO und baute ab diesem Zeitpunkt die Herzsport-Abteilung mit auf. Nachdem sie drei Jahre in der inneren Medizin zubrachte, im öffentlichen Dienst arbeitete und vier Jahre in Südafrika lebte übernahm sie gern die Aufgabe, sich bei den Herzsportgruppen des ESPOs einzubringen. Zudem arbeitet sie als Dozentin und bildet Medizinische Fachangestellte aus. Die sportliche Ärztin absolviert jedes Jahr das Sportabzeichen, spielt Tennis und ist gerne körperlich aktiv. Diese Freude an der Bewegung möchte sie auch den Teilnehmern im Herzsport, als auch den neuen Rehasportlern vermitteln.  „Das Gehtraining fördert in erster Linie eine bessere Durchblutung und die Bildung von neuen Gefäßen um den Engpass herum.  Ziel ist es den Teilnehmern durch strukturiertes Training eine längere, schmerzfreie Gehstrecke zu ermöglichen“. Dadurch, dass die Teilnehmer in Gruppen trainieren, bestärken sie sich gegenseitig und die Bewegungsabläufe machen gleich noch viel mehr Spaß. „Es gibt leider viel zu wenig Angebote für PAVK-Patienten“, erläutert Dr. Rauhut, „deswegen ist dieses Gefäßtraining so wichtig für die ansässigen Patienten.“ Das Gehtraining soll nicht nur die Gefäße „freipusten“, sondern auch die Beinmuskulatur stärken. So schaffen die Teilnehmer von Zeit zu Zeit eine längere Gehstrecke. Generell ist Dr. Rauhut eine Sache beim Umgang mit den Teilnehmern besonders wichtig: „Ich war schon immer gern nah am Patienten. Als Arzt ist es wichtig ein Vertrauensverhältnis zu schaffen. So kann man besser mit den Patienten arbeiten und es schafft auch gleich eine persönlichere Basis“. Dieses Prinzip verfolgt sie auch seit Jahren in den Herzsportgruppen des ESPOs mit Erfolg.  „Mir macht es Spaß den Teilnehmern wieder Freude an Bewegung zu vermitteln und zu sehen, wie es ihnen damit besser geht. Sport und ein aktives Leben lassen den Körper auch im Alter noch aufblühen“.

Hier finden Sie unsere Angebote zum Thema Herzsport und Rehasport, sowie den bereits erschienenen Artikel zum Gehtrainings-Angebot.

Annina Blum

Bild: © LSB NRW | Andrea Bowinkelmann

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