Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen

Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen

Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde,

wie Sie der Presse entnehmen konnten, sind seit Anfang Oktober drei Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet worden. Am 7.10.2015 haben wir mit den betroffenen Vereinen erste Gespräche im Haus des Sports zur aktuellen Situation geführt. Die Vereine, die zunächst für vier Monate keine Trainings- und Wettkampfhallen mehr haben, kommen in arge Bedrängnis. Manche fürchten sogar um Ihre Existenz. Einige Vereine haben ein kleines Kontingent von Hallenzeiten durch die Sport- und Bäderbetriebe erhalten und manche Vereine haben sich solidarisch erklärt und den betroffenen Vereinen Zeiten aus ihrem Kontingent zur Verfügung gestellt. Da wir mit einem Schlag 25 % der Sporthallenkapazitäten verloren haben, kommen wir trotz der Bemühungen der solidarisch handelnden Sportvereine und der Sport- und Bäderbetriebe ins Stocken.

Am 13.10.2015 haben wir die Situation mit den Spartenleitern erörtert in der Hoffnung, dass sie uns bei der Suche nach nutzbaren Hallenkapazitäten helfen können. Aufgrund der Herbstferien war leider nur eine geringe Anzahl der Spartenleiter/innen anwesend, so dass wir in unseren Bemühungen nicht wirklich weiter gekommen sind.

Aus diesem Grunde richte ich nun die Bitte an alle Essener Sportvereine, den betroffenen Vereinen möglichst unkompliziert zu helfen. Wir benötigen für den Trainingsbetrieb noch Hallenzeiten. Hier wäre es sehr hilfreich, wenn Nutzungszeiten sowohl in Turn- als auch Sporthallen angeboten würden. Für den Meisterschaftsspielbetrieb werden dringend Zeiten in Sporthallen gesucht. Die Sport- und Bäderbetriebe können nur auf die bestehenden Belegungspläne verweisen. Danach sind alle derzeit zur Verfügung stehenden freien Hallenzeiten den betreffenden Vereinen angeboten worden. Wir wissen jedoch, dass die Vereine vor Beginn ihrer Spielsaison Hallenzeiten für den Spielbetrieb beantragen bzw. melden. Im konkreten Ablauf der Meisterschaftsrunden kommt es dann oftmals zu Verschiebungen, so dass gemeldete Hallenzeiten nicht immer zu 100 % ausgelastet sind.

Hier bitten wir Sie zu prüfen, ob die Ihnen zugeteilten Zeiten für den Spielbetrieb uneingeschränkt benötigt werden. Wir wären dankbar, wenn Sie uns freie Zeiten melden würden. Wir werden uns dann mit den betroffenen Vereinen in Verbindung setzen.

Die Sport- und Bäderbetriebe haben signalisiert, dass sie die Verständigung der Vereine untereinander für diese Übergangszeit mittragen würden. Es reicht also aus, wenn den Sport- und Bäderbetrieben per E-Mail angezeigt wird, dass der Verein X Kapazitäten vorübergehend dem Verein Y überlässt. Diesen Part übernimmt der ESPO. Dadurch verliert der abgebende Verein keinesfalls seine gemeldeten Zeiten/Kontingente.

Zum Schluss appelliere ich noch einmal an die Solidarität aller Essener Sportvereine. Wir wissen nicht, ob sich die derzeitige Situation im Januar 2016 entspannt oder ob im schlimmsten Falle weitere Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen herangezogen werden. Deshalb brauchen wir unsere gegenseitige Unterstützung.

Wolfgang Rohrberg

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