Ute Arndt 70 – Der Sport hat sie jung gehalten

„Ich kann gut mit Kindern umgehen“, hat Ute Arndt einmal auf die Frage geantwortet, warum sie sich im Essener Sport vor allem für die Belange junger Sportler eingesetzt hat. Fast zehn Jahre war sie Vorsitzende der Essener Sportjugend, seit 2006 ist sie die Sportabzeichen-Beauftragte des Essener Sportbundes. Am 16. Mai wird Ute Arndt 70, doch der Sport hat sie jung gehalten.

Die Zeiten haben sich geändert, das weiß auch Ute Arndt. „Früher war das Jugendhaus an der Moltkestraße voll, heute haben die Kinder durch Schule und andere Dinge kaum noch Zeit“, bedauert die Holsterhauserin, die sich immer um die Jugendlichen gekümmert hat. Unter anderem bei der Ruhrolympiade, wo Ute Arndt bis 2012 für den Bereich Kanu verantwortlich zeichnete. 

Seit 54 Jahren ist Ute Arndt dem Wassersport verbunden und vertritt heute noch die Sparte Kanu in der Sportjugend. Dabei war sie als Kind zunächst für den REV Gruga auf der Rollschuhbahn unterwegs. „Mit blauem Faltenröckchen und gelbem T-Shirt“, wie sich die gelernte Schneiderin für Damenoberbekleidung erinnert. Zum Kanusport kam sie mit 15 per Zufall. Der Grund dafür war die Familie ihres späteren Mannes, die beim ESV Kupferdreh aktiv war.

Anfangs fuhr Ute Arndt auch Rennen im Kajak. Mehr sah sie jedoch ihre Aufgabe darin, Jugendliche zu fördern und sich um deren Belange zu kümmern. Als Jugendwartin des ESV Kupferdreh kam sie 1988 zur Sportjugend Essen, wurde erst Beisitzerin, 1992 dann 2. Vorsitzende und 1994 Vorsitzende. Das Thema Integration lag ihr immer am Herzen, gern erinnert sie sich an Reisen in die Partnerstädte Grenoble, Tampere oder Nishnij Nowgorod.

Seit 2006 ist Ute Arndt die Sportabzeichen-Beauftragte des Essener Sportbundes, steht bei Wind und Wetter auf der Schillerwiese, um Zeiten und Weiten zu notieren, oder auf dem Messeparkplatz in Haarzopf, wo die Radprüfungen abgenommen werden. Mehr als 5000 Essener haben 2013 ihr Sportabzeichen in Gold, Silber oder Bronze gemacht, und ute Arndt freut sich besonders, wenn Kinder mit Feuereifer bei der Sache sind. „Wir machen viel mit Schulen“, so die Rentnerin.

Ein Tag ohne Sport ist für Ute Arndt kaum vorstellbar. Deshalb musste Sie auch nicht lange überlegen, als der Landessportbund ausgerechnet für den 16. Mai zu seinem Ehrungstag ins GOP-Varieté einlud. Vormittags wird Sie also in Ihrer Ehreanamtsfunktion unterwegs sein, abends wird dann mit der Familie in einem Holsterhauser Restaurant gefeiert.

Michael Köster

Bild: © ESPO I Peter Valerius

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