Wibke Harnischmacher (TC Kray) holt Bronze bei der DM im 24 h Lauf

Die 30 . Deutschen Meisterschaften im 24 Stundenlauf fanden am Wochenende in Bottrop, im Herzen des Ruhrgebiets statt. Ein schöner Erfolg für die Region, in der in den letztem Jahren der Ultralauf boomt. Großen Anteil daran hat sicherlich Adler Langlauf Bottrop. Zusammen mit der LG Ultralauf treten sie als Veranstalter auf und machten einen hervorragenden Job. Das kommt aber nicht aus Zufall so. Vor Zwei Jahren richteten sie den Lauf über 6, 12 und 24 Stunden zum ersten Mal aus. Ziel war schon damals, irgendwann Gastgeber der Deutschen Meisterschaft zu sein.

So wurde in den ersten beiden Veranstaltungen viel ausprobiert. Fehler wurden behoben. Man verbesserte sich ständig. Bei der jetzt 3. Ausgabe des Bottroper Ultra Festivals (BUF) durfte man nun die Deutsche Meisterschaft ausrichten. Und es wurde ein tolles Event ohne Fehler.

Mit 184 StarterInnen im offenen Lauf über 24 Stunden war der Zuspruch sehr hoch. In die Wertung für die DM kamen 153 Athleten.

Selbst das Wetter war ideal. Am Tag wurde es nicht wärmer als 20 Grad und Sonne und Wolken wechselten sich ab. Nachts fielen die Temperaturen knapp in den einstelligen Bereich. Also immer noch beste Voraussetzungen für tolle Leistungen. Und die wurden dann auch geliefert.

Anke Libuda und Marcel Leuze siegen

Hier tat sich besonders Anke Libuda (BSG Springorum Bochum) hervor. Für die Läuferin aus Bochum  war der Start im nur wenige Kilometer entfernte Bottrop quasi ein „Heimspiel“. Sie war als klare Favoritin ins Rennen gegangen und konnte voll überzeugen. Und sie ließ von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, das sie Großes vor hatte. Nach einem gleichmäßigen Lauf ohne große Schwächen gewann sie überlegen mit ausgezeichneten 232,702 Kilometer. Damit lief sie auf Platz eins der Deutschen Bestenliste 2018. Außerdem stelle sie eine Deutsche Bestweite in der W35 auf.

Silber ging an Claudia Lederer (LG Ultralauf). Mit ausgezeichneten 200,753 Kilometer wurde sie starke Zweite. Claudia Krantz (LLG 80 Nordpark Köln) wurde mit gelaufenen 192,007 Kilometer Dritte.

Bei den Männern ging es etwas knapper zu. Aber am Ende wurde Titelverteidiger Marcel Leuze (Turnerbund Hamburg Eilbeck)  mit 237,205 Kilometer sicher Deutscher Meister. Guter Zweiter mit 230,909 Kilometer wurde Manuel Tuna (TSG Helbershausen). Über Bronze mit 217,826 Kilometer konnte sich Friedemann Hecke (VfL Ostelsheim) freuen.

Wibke Harnischmacher (TC Kray) holt Bronze in der AK

Für das Ultrateam des TC Kray 1892 e.V. war über die 24 Stunden nur Wibke Harnischmacher am Start. Die wuchs aber über sich hinaus überraschte alle, nicht zuletzt sich selbst.

Sie war mit keinen großen Erwartungen an den Start gegangen. Darum verspürte sie auch kaum Druck. So lief es für sie zuerst auch rund. Aber Über 24 Stunden gibt es auch immer wieder Mal Tiefen. Daraus konnte sie sich aber immer wieder gut befreien. Der Krackpunkt kam für sie dann Nachts um Vier Uhr. Sie fror fürchterlich und konnte nur noch gegen. Aber auch da zog sie sich heraus. Sie mobilisierte die letzten Reserven und wollte noch die 120 Kilometer angreifen. Auch das gelang ihr . Nach 24 Stunden Hatte sie 122,644 Kilometer zurück gelegt. Damit steigerte sie ihre Bestleistung um mehr als 10 Kilometer !

Verdienter Lohn dafür war für sie Rang 3 bei der DM im 24h Lauf in der W40 . Ihr bisher größter Erfolg. Am Ende konnte sie ihr Glück kaum fassen.

Unterstützt wurde dabei zeitweise von Biggi Schmalz. Die war über 6 Stunden gestartet und so immer mal wieder mit Wibke unterwegs. Sie hatte leider einen schlechten Tag erwischt. Schon nach 2 Stunden kamen ihre Rückenbeschwerden zurück , und sie dachte an Aufgabe. Aber nach einem Physiobesuch am Streckenrand setzte sie ihr Rennen dann gehend fort. So kam sie dann noch auf 31,130 Kilometer . Zu ihrer Überraschung gab es für sie als 3. der W50 sogar noch eine schöne Tasse als Präsent.

Ralf Schuster

 

Bild: © Schuster

 

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