World Cup Gesamtsieg als Ziel für RaB Ruderer Jakob Schneider mit Deutschland-Achter

Da der Deutschland-Achter, mit dem Ruderrecken Jakob Schneider an Bord, den 1. World-Cup in Plovdiv/Polen ausgelassen hatte, reist der Europameister nicht als World-Cup Führender zum dritten und letzten World-Cup der Saison nach Rotterdam/ Niederlande. Die Polen führen die Wertung an, lassen aber die Abschlussveranstaltung am kommenden Wochenende zu Gunsten einer längeren WM Vorbereitung aus. Die Chancen für den Ruderer vom Ruderklub am Baldeneysee am Sonntag als World-Cup Sieger die Heimreise aus den Niederlanden anzutreten ist also groß. Das Starterfeld im Männer-Achter hat es in sich. Der Dauerrivale aus Großbritannien wurde sowohl beim 2. World-Cup in Poznan/Polen als auch bei der EM in Luzern/Schweiz zweites Boot. Die Jungs von der Insel sind auf Tuchfühlung und könnten das deutsche Flaggschiff in der Gesamtwertung noch überholen. Bei der königlichen Regatta in Henley am vergangenen Wochenende musste das Heimteam allerdings eine deutliche Niederlage gegen das Team aus Neuseeland einstecken. Jakob Schneider schätzt daher die Kiwis deutlich stärker ein. Insgesamt haben 42 Nationen 738 Athleten zum World-Cup Finale in Rotterdam gemeldet. Im Männer-Achter gehen insgesamt 8 Boote an den Start. Mit Australien, Großbritannien, Niederlande, Neuseeland, Rumänien, Russland und USA ist das Feld hochkarätig besetzt.  Erstmals in dieser Saison präsentiert sich die USA als WM Vierter des vergangenen Jahres der Ruderwelt. „Die Amerikaner sind immer eine Wundertüte. Sie haben ein riesen Potential, aus dem sie schöpfen können. Eine Achter-Nation mit der man rechnen muss.“, so der Essener Student der Ruhr-Uni Bochum.   

Die letzten Trainingswochen nach dem World-Cup in Poznan/Polen waren hart. Bis zu drei Mal am Tag rief Bundestrainer Uwe Bender seine Jungs zum Training. Technik, Kraft und Ausdauer standen auf dem Programm. Alle Athleten des Deutschland-Achter haben diese Phase ohne Krankheit und Verletzungen überstanden. „Jetzt heißt es zu regenerieren und sich mit einem Vorlaufsieg am Freitag (14.10 Uhr) möglichst den Hoffnungslauf am Samstag (13:05 Uhr) zu sparen, damit mehr Regeneration bis zum Finale am Sonntag (13:59 Uhr) bleibt.

Im Anschluss an dieses World-Cup-Finale reist das Team Deutschland-Achter bereits am Mittwoch in das dreiwöchige Trainingslager nach Völkermarkt in Österreich. Die letzten Trainingsstrecken und Intensitäten werden dann auf der Olympiaregattastrecke in München-Oberschleißheim absolviert, bevor es Ende August nach Linz zu den Weltmeisterschaften geht. Hier reist das deutsche Flaggschiff als amtierender Weltmeister an und will neben dem globalen Titel auch die Olympiaqualifikation für das kommende Jahr frühzeitig klar machen.
Ein Kindheitsraum, welcher auch für den 25 Jährigen Essener in Erfüllung gehen soll. 2016 saß er noch im U23 Verbandsachter und gewann Bronze.

Boris Orlowski

©Bild: Detlev Seyb

 

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