Die Nominierten
Sportler des Jahres
Die Liste der ehemaligen Sportler des Jahres in Essen ist prominent besetzt und die Konkurrenz traditionell sehr groß. Wer macht das Rennen bei den Männern?
Cedric Büssing
SG Essen e.V.- Schwimmen
Seit 2022 schwimmt Cedric Büssing für die SG Essen und konnte seitdem schon einige Erfolge verzeichnen. So war der heute 22-Jährige 2023 U23-Europameister über 400 Meter Lagen. 2024 erreichte er bei den Olympischen Spielen den 8. Platz über 400 Meter Lagen. Und das sogar mit deutschem Rekord. 2025 wurde Büssing erneut U23-Europameister über 400 Meter Lagen und erreicht in dieser Disziplin auch bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Polen die Bronzemedaille. Noch vor seiner Zeit bei der SG Essen konnte er 2021 Jugendeuropameister über 400 Meter Lagen, Zweiter mit der 4×200-Meter-Freistil-Staffel, sowie Dritter über 200 Meter Lagen werden. Die Liebe zur SG Essen hat nicht nur dafür gesorgt, dass Cedric Büssing zwei Mal am Tag in Essen trainiert, seit Sommer 2025 wohnt er auch hier.
Leon Konrad
KSV Rothe Mühle e.V. -Kanupolo
Zwei Kreuzbandrisse sind der Grund, dass sich Leon Konrad mit 16 Jahren weg vom Eishockey komplett hin zum Kanupolo beim KSV Rothe Mühle Essen orientiert hat. Eine gute Entscheidung, denn mit der damaligen Herrenmannschaft konnte der gebürtige Essener zwei Titel holen. Mit der aktuellen Mannschaft, dessen Kapitän der 27-Jährige in der letzten Saison geworden ist, holte er in 2024 und 2025 den Titel Deutscher Meister. Darüber hinaus konnte Konrad als Teil der U21 Nationalmannschaft Vizeweltmeister und Europameister werden und holte 2025 als Teil der Nationalmannschaft sogar Gold bei den World Games in China. In seiner Familie ist nicht nur Leon beim KSV Rote Mühle Essen aktiv, seine Eltern haben sich sogar über den Verein kennengelernt und seine Frau, eine gebürtige Britin, trainiert mittlerweile die Kleinsten im Verein und ist auch in diesem Jahr Deutsche Meisterin im Kanupolo geworden.
Max Rendschmidt
Kanusport- Gemeinschaft Essen e.V. -Kanurennsport
Max Rendschmidt hat im Kanusport das geschafft, wovon viele nur träumen können: In seiner Karriere erreichte er bisher unter anderem vier Mal olympisches Gold, sechs Mal den Weltmeistertitel und sechs Mal den Europameistertitel. Nach Olympia 2024 belegte er mit dem Viererkajak bei der Weltmeisterschaft 2025 in Mailand den vierten Platz. Sein sportliches Zuhause ist der Essener Baldeneysee, auf dem der 31-Jährige schon unzählige Kilometer zurückgelegt hat. Dass er diese Verbundenheit auch an die jüngere Generation weitergeben möchte, zeigte er etwa diesen Sommer, als er sich als einer von drei Sportler*innen der KG Essen an einer Ferienaktion für kanuinteressierte Kinder beteiligte.
Nico Paufler
Kanusport-Gemeinschaft Essen e.V. -Kanurennsport
Der 27-jährige Nico Paufler hat das Paddeln in seiner Heimat München gelernt und nach einem Umzug nach Rosenheim dort außerdem das Wildwasserfahren für sich entdeckt. Im Jahr 2020 führte ihn seine Leidenschaft für den Kanurennsport schließlich nach Essen, wo er zudem begann, dem Kanu-Marathon nachzugehen. Mit Erfolg: Allein im Jahr 2025 konnte er mit der deutschen Auswahl zu den World Games nach Chengdu reisen und erreichte im Einerkajak bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon den ersten Platz auf 3.600 Metern und auf 26.200 Metern. Insgesamt hat der Allrounder von der KG Essen in allen drei Disziplinen bereits internationale Medaillen gewonnen, sowohl in der U23 als auch bei den Senioren. Einen Anteil dieses Erfolgs schreibt er auch der Stadt Essen zu, die ihm optimale Bedingungen für seine sportliche Entwicklung ermöglicht habe.
Mohamed Al Ali
ETB Schwarz-Weiß Essen e.V. -Hockey
Der 20-jährige Mohamed Al Ali hat für sein junges Alter schon viel erreicht. Gemeinsam mit seinem Specialhockey-Team vom ETB Schwarz-Weiß Essen e.V. gewann er zahlreiche Wettkämpfe, darunter 2022 und 2024 die Special Olympics-Landesspiele. Darüber hinaus erzielte er mit dem Specialhockey Team Germany bei den Europameisterschaften 2023 und 2025 den ersten Platz. Dass Mohamed ein Kämpfer ist, hat er auch abseits des Feldes unter Beweis gestellt. So musste er mit seiner Familie vor dem Krieg in Syrien fliehen. Durch den Sport ist es ihm gelungen, sich zu integrieren und so ist Essen seine neue Heimat geworden.
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