Die Nominierten
Trainer*in des Jahres
Die Liste der ehemaligen Trainer*innen des Jahres in Essen ist prominent besetzt und die Konkurrenz traditionell sehr groß. Wer macht das Rennen bei den Trainer*innen?
Michael Konrad
KSV Rothe Mühle e.V. -Kanupolo
Für Michael Konrad ist der Verein KSV Rothe Mühle Essen seine zweite Familie. Kein Wunder. Seit dem Jugendalter ist der heute 60-Jährige in dem Verein aktiv. Zusammen mit seinem Bruder Ralph durchlief er alle Nachwuchsmannschaften und wurde dann als Spieler der Herrenmannschaft von seinem Vater trainiert. Mit der Teilnahme an zehn Deutschen Meisterschaften ist der gebürtige Essener der bis heute national erfolgreichste Kanupolosportler Deutschlands. Als Mitglied der Nationalmannschaft wurde er 1994 zudem Vize-Weltmeister. Nach der aktiven Laufbahn übernahm Michael Konrad dann das Traineramt und ist heute als Coach für die Damen- und Herrenmannschaft des KSV Rothe Mühle Essen tätig, die für ihre herausragenden Leistungen beide bei der Essener Sportgala 2026 nominiert sind. In seiner Trainerfunktion konnte der Burgaltendorfer mit seinen Teams mehrfacher Deutscher Meister und drei Mal Champions League-Sieger werden. Seit drei Jahren coacht er zudem die U21 Nationalmannschaft, die zuletzt bei der EM 2025 die Silbermedaille gewann.
Corinna Elspass
Eagles Essen-West e.V.- Eishockey
Corinna Elspass konnte im Jahr 2025 einen besonderen Erfolg feiern: Sie erhielt mit der A-Lizenz den höchsten Trainerschein, der vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) vergeben wird. Die 45-Jährige ist damit eine von nur zwei Frauen in Nordrhein-Westfalen, die diese Qualifikation vorweisen kann. Zudem war sie im Laufe ihrer Karriere auch die erste Frau im U17-Bereich (Division 2) des DEB. Ihre erworbenen Kenntnisse nutzt sie nun in ihrer Arbeit als Landestrainerin des Eishockeyverbands Nordrhein-Westfalen (EHV NRW) und für die Young Eagles Essen. Ihr Anliegen ist es, den Nachwuchs sportlich und persönlich weiterzuentwickeln und Eishockey in Essen nachhaltig nach vorne zu bringen.
Nicole Endruschat
SG Essen e.V.- Schwimmen
Nicole Endruschat ist die Cheftrainerin am Essener Bundesstützpunkt für Beckenschwimmen, einem der sechs Bundesstützpunkte in ganz Deutschland. Seit 2013 ist die 49-Jährige in Essen aktiv. Seitdem haben schon mehrere Schwimmerinnen und Schwimmer unter ihrer Anleitung an Olympischen Spielen sowie an Welt- und Europameisterschaften teilgenommen. Mit großem Erfolg: So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einige Medaillen im Becken- und Freiwasserschwimmen gewinnen. Hinzu kamen Titel im Freiwasserschwimmen bei Welt- und Europameisterschaften, sowohl in der offenen Klasse als auch schon vorher im Juniorenbereich. Im Dezember 2025 kamen dann auch noch eine Bronzemedaille bei den Kurzbahn-Europameisterschaften und zwei Auszeichnungen bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften hinzu. Essen ist seit 2016 die Heimat von Nicole Endruschat. An ihrem Arbeitsort, dem Schwimmzentrum Rüttenscheid, fühlt sie sich sehr wohl in der Zusammenarbeit mit der SG Essen, dem Olympiastützpunkt, dem Sport- und Tanzinternat sowie in dem Verbundsystem mit dem Helmholtz-Gymnasium und der Elsa-Brändström Realschule.
Mirko Wojdowski
Kanusport-Gemeinschaft Essen e.V.- Kanurennsport
Mirko Wojdowski ist seit vier Jahren komplett in Essen Zuhause, aber schon viel länger sportlich mit der Stadt verbunden. Genauer gesagt mit dem Kanu-Rennsport. So ist er seit 2014 Trainer bei der KG Essen. Zudem ist er leitender Landestrainer des Landes-Kanu-Verbands NRW und Olympiastützpunkt-Trainer am Bundesstützpunkt Kanu-Rennsport. Die Erfolge sind beachtlich. So durfte der 37-Jährige am Stützpunkt seit 2019 sechs Sportlerinnen und Sportler – davon fünf Athleten der KG Essen – auf ihrem Weg zu Medaillenerfolgen bei Junioren Welt- und Europameisterschaften begleiten. Insgesamt errangen sie fünf Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze. Der studierte Sportwissenschaftler ist am Baldeneysee aber nicht nur aus beruflichen Gründen, auch privat fühlt er sich dort sowie in der umliegenden Natur sehr wohl.
Christoph Giefer
RSC Essen e.V.
Taekwondo
Christoph Giefer hat in seiner Taekwondo-Laufbahn selbst zahlreiche Landesmeisterschaften gewonnen und wurde unter anderem deutscher Vizemeister sowie internationaler belgischer und britischer Meister. Jetzt gibt er sein Wissen erfolgreich an die nächste Generation weiter: Innerhalb von zwei Jahren erreichten Sportlerinnen und Sportler des RSC Essen unter seiner Anleitung einen deutschen Vizemeistertitel, zwei Landesmeistertitel und einen Vizelandesmeistertitel. Doch nicht nur der Leistungssport liegt Christoph Giefer am Herzen, vielmehr legt der 46-Jährige auch bewusst den Fokus auf den Breitensport, um möglichst vielen Menschen, egal welchen Alters, sportliche Perspektiven zu bieten. Der Sportdirektor der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU) fing selbst im Jahr 1986 mit dem koreanischen Kampfsport an und trainierte seit früher Kindheit beim RSC Essen.
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